
Direkter Kundenkontakt übers Netz
Konsumenten chatten gerne über die Website mit Unternehmen. Während des Kaufvorgangs und bei technischen Problemen können Händler die persönliche Onlinekommunikation gewinnbringend nutzen.
"Die Smartphone-Nutzung ist im Konsumentenalltag fest verankert und auch Mobile Shopping nimmt zu. Es ist daher essentiell für Unternehmen, dass beispielsweise Support-Funktionen auch komfortabel auf mobilen Endgeräten genutzt werden können. Messenger-Dienste sind dafür eine spannende Möglichkeit, da viele Konsumenten diese ohnehin verwenden. Die Nutzungsbarriere ist also vergleichsweise niedrig", so Boris Hedde, Geschäftsführer des IFH Köln.
Sofort eingreifen bei akuten Problemen
Live-Chat und Co. könnten prinzipiell in allen Phasen des Kaufprozesses genutzt werden, argumentiert er. So geben zum Beispiel sieben von zehn Befragten an, (sehr) wahrscheinlich auf persönliche Onlinekundenservices zurückzugreifen, wenn sie vor dem Kauf Fragen zum Produkt haben. Nach dem Kauf sind die Dienste vor allem bei Reklamationen (80 Prozent) oder Problemen mit dem Produkt (82 Prozent) relevant. Während des Kaufes ist die Echtzeitkommunikation für Konsumenten der Umfrage zufolge vor allem interessant, wenn technische Probleme im Onlineshop auftreten (76 Prozent). Das ist auch für Händler wichtig, denn wenn sie unmittelbar eingreifen können, verhindern sie möglicherweise Kaufabbrüche.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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