
Domain-Spekulanten machen sich im Netz breit
Frei verfügbare Internetadressen bleiben weiterhin Mangelware. Auch die neu eingeführte Top Level Domain (TLD) .info bringt kaum Entlastung. Hinzu kommt, dass 45% der Internet-Domains zum Verkauf bestimmt sind.
Thomas RehmRedakteurDies sind die Ergebnisse einer Untersuchung, die die Domain-Handelsplattform Sedo.de durchgeführt hat. Grundlage der Studie ist unter anderem eine Auswertung der "Whois"-Einträge, die Auskunft über die jeweiligen Domainbesitzer geben. "Nur 55% der Einträge lassen den Schluss zu, dass hier ein reales Angebot entstehen soll", sagt Sedo-Geschäftsführer Tim Schumacher. "Die übrigen Adressen haben sich Domain- und Markenhändler gesichert."
Neue Webauftritte finden sich derzeit hinter fast keiner Adresse: Nur jede dritte registrierte Domain, so ein weiteres Ergebnis der Studie, führt überhaupt auf eine mit Inhalt gefüllte Webseite. Diese wenigen freigeschalteten Adressen dienen fast ausschließlich als so genannte Co-Domains: Die Besitzer haben bereits eine Domain mit einer Länderkennung wie .de oder .com und betreiben nun zusätzlich die entsprechende .info-Domain.
Sedo geht davon aus, dass sich der Anteil der konnektierten .info-Domains in den kommenden Monaten erhöhen wird. Seit dem 25. Juli vergangenen Jahres können .info-Domains registriert werden, wobei Markenbesitzern das Vorrecht eingeräumt wurde. Bislang sind - nach Angaben des Registrars Afilias - mehr als 675.000 Domains vergeben. (ST)
KONTAKT:
Sedo GmbH
Hohenzollernring 56
50672 Köln
E-Mail: info@sedo.de
Internet: www.sedo.de

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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