
Douglas will weg von der "Quartals-Denke"
Douglas gehört bald mehrheitlich dem Investor Advent. Trotzdem spricht Unternehmenschef Kreke von einer "Partnerschaft auf Augenhöhe".
David WöllensteinRedakteurPortfolio-Strategie weiterentwickeln
Kreke bekräftigte, dass es in den Verhandlungen nicht um einen Börsenrückzug gegangen sei. Die Douglas Holding fühle sich seit Jahr und Tag sehr wohl an der Börse. "Entscheidend ist für uns vielmehr, dass wir durch die angestrebte stabile Eigentümerstruktur eine Abkehr von der derzeitigen "Quartals-Denke" erreichen."
Auf die Frage, ob er an der Buchhandelstochter Thalia sowie den Sparten Textil (AppelrathCüpper) und Süßwaren (Hussel) festhalte, antwortete der Vorstandsvorsitzende: "Es herrscht Einvernehmen zwischen meiner Familie und Advent, die Douglas-Gruppe auf Basis der bisherigen aktiven Portfolio-Strategie weiterzuentwickeln."
Advent hat ein Übernahmeangebot angekündigt und will über seine Holding Beauty Holding Three AG 38 Euro je Douglas-Aktie bieten. Die Großaktionäre haben zugesichert, ihre Anteile zu verkaufen. Advent könnte damit schon auf gut die Hälfte des Aktienkapitals zugreifen.
Parfüm und Schmuck sollen wachsen
Sichern will sich Advent aber mindestens 75 Prozent, sonst platzt das Geschäft. Nach dem Vollzug des Übernahmeangebotes will sich die Familie Kreke indirekt mit 20 Prozent an der Bietergesellschaft beteiligen.
Kreke und Advent hatten angekündigt, das Wachstum der Douglas-Parfümerien sowie der Christ-Schmuckgeschäfte beschleunigen zu wollen. Die Thalia-Sanierung wollen sie nach Angaben vom Montag mit Nachdruck vorantreiben. Auch die derzeitige Ausrichtung der Konzernbereiche Textil und Süßwaren soll fortgesetzt werden.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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