Drag & Bot – Die intuitive Roboterprogrammierung

Drag & Bot – Die intuitive Roboterprogrammierung

Das Start-up hat ein Betriebssystem geschaffen, mit dem sich Roboter flexibel einsetzen lassen, ohne jeweils Experten ans Programmieren setzen zu müssen. Das Prinzip Drag and Drop macht's möglich.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
Teilen
Um Roboter flexibel nutzen und individuell programmieren zu können, hat das Unternehmen Drag & Bot am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart ein Betriebssystem für Roboter entwickelt, das sich via Drag-and-Drop-Prinzip aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzen lässt. Der Vorteil: Es funktioniert unabhängig von der Hardware und es sind keine Programmierkenntnisse notwendig. Denn kleine und mittelständige Unternehmen verzichten in erster Linie aufgrund der hohen Investitionskosten und des notwendigen, aber meist nicht vorhandenen Know-hows auf die Automatisierung über Robotersysteme.

Simpel wie ein Smartphone

„Unser Ziel ist es, Roboterprogrammierung so einfach wie die Verwendung eines Smartphones zu machen“, erklärt Martin Naumann, Gründer und Geschäftsführer der Drag and Bot GmbH. Der Diplom-Ingenieur für Automatisierungstechnik aus Stuttgart hatte bereits vor 14 Jahren die Idee, als er 2005 am Fraunhofer IPA mit Industrierobotern in Kontakt kam.

Jedoch stieß er damals noch auf taube Ohren. Erst zehn Jahre später war der Markt bereit für die flexible Roboterprogrammierung, und Naumann gründete zusammen mit Pablo Quilez, Daniel Seebauer sowie Saskia Tobias die Drag and Bot GmbH. Mit der einfachen und intuitiven Roboterprogrammierung von Drag & Bot können die Automatisierungslösungen ohne Vorkenntnisse und in kurzer Zeit an die individuellen Bedürfnisse der eigenen Produktion angepasst werden. Das ermöglicht einen flexiblen Einsatz des Roboters, der in Zukunft so anpassbar sein wird, dass er am Nachmittag andere Tätigkeiten ausführt als noch am Morgen.

Derzeit unterstützt Drag & Bot die aktuellen Robotermodelle von KUKA, ABB, Fanuc, Denso und Universal Robots – an zusätzlichen Kompatibilitäten wird bereits gearbeitet. Bei der weiteren Entwicklung der Software hilft auch die siebenstellige Seed-Finanzierung, die das Stuttgarter Startup Mitte Januar vom Wagniskapitalgeber Speedinvest und weiteren strategischen Partnern erhalten hat.

Über etailment Start-ups

Unter "etailment Start-ups" gibt es werktäglich Porträts innovativer und spannender junger Unternehmen. Mit dem Auftritt stellen wir in Kooperation mit "Venture Daily" Start-ups entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor, die das Potenzial haben, den Handel langfristig zu verändern oder mit ihren Dienstleistungen ein vielversprechender Partner sein könnten. Alle bisher vorgestellten Start-ups finden Sie unter etailment-Startups.de.
Jetzt den Newsletter abonnieren! Die News, Trends und Start-ups des Tages - relevant, kompakt, pointiert. Hier kostenlos bestellen!

Teilen
Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.