
DuMont Venture verkauft Tradoria.de an Rakuten
Der Internetkonzern Rakuten kauft den Onlinemarktplatz Tradoria.de. Damit setzen die Japaner ihre Expansionsstrategie fort und die Beteiligungsgesellschaft aus Köln freut sich, dass ihre Strategie der Wachstumsfinanzierung aufgegangen ist.
Vormarsch der Japaner
Tradoria wurde 2007 gegründet und richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Händler. DuMont Venture übernahm ein Jahr nach der Gründung 80 Prozent des StartUp Unternehmens aus Bamberg. Aktuell verkaufen gut 4.400 Anbieter in 4.519 Shops rund 8 Millionen Artikel in verschiedenen Produktkategorien wie beispielsweise Möbel, Wohnen & Lifestyle oder Haus & Garten über die Onlineplattform.
Tradoria übernehme alle technisch und administrativ aufwändigen Prozesse und unterstütze die angeschlossenen Händler mit Supportleistungen und Tools, die für den erfolgreichen Einstieg in den Onlinehandel nötig sind, wirbt Tradoria. Der Händler zahlt neben einer monatlichen Grundgebühr auch Transaktionsgebühren. Der Konsument muss sich demnach nur einmal anmelden und kaufe über einen zentralen Warenkorb ein.
Jörg Binnenbrücker, Geschäftsführer von DuMont Venture, sieht in Rakuten - wenig überraschend - den "idealen Partner" für Tradoria und seine Kunden. Durch das internationale Netzwerk des eCommerce-Riesen biete sich großes Synergiepotential: "Rakuten verfügt über das ideale Netzwerk, um die führende Marktposition von Tradoria im eCommerce-Segment nachhaltig zu stärken", ist er überzeugt. "Unsere Investmentphilosophie, die frühe Phase eng mit zu begleiten und in voller Höhe am Wachstum zu partizipieren, wird mit dieser Transaktion vollkommen bestätigt."
DuMont Venture
Die DuMont Venture Holding GmbH & Co. KG wurde 2007 als Tochtergesellschaft des Verlages M. DuMont Schauberg gegründet. DuMont Venture beteiligt sich an Wachstumsunternehmen in den Bereichen digitale Medien und IT und stellt Kapital für die Entwicklung, Markteinführung und Internationalisierung zur Verfügung. Das Team von DuMont Venture versteht sich dabei nicht als reiner Kapitalgeber, sondern begleite das Management des Unternehmens, bringe strategisches Know-How und ein umfangreiches Netzwerk ein, heißt es in der Eigendarstellung der Investmentfirma.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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