
E-Bikes retten erneut die Umsätze im Fahrradhandel
Der verregnete Sommer hat 2012 den Absatz von Fahrrädern gedrückt. Erneut waren es die Modelle mit Elektroantrieb, die die Umsätze im Zweiradhandel retteten.
David WöllensteinRedakteurFirmen- statt Branchenkonjunktur
"Die Gesamtbranche dürfte eher das Vorjahresergebnis nur knapp überschritten haben", sagte VDZ-Geschäftsführer Thomas Kunz. Die Entwicklung im Fahrradhandel sei von deutlich unterschiedlichen Firmenkonjunkturen geprägt, von einer allgemeinen Branchenkonjunktur könne kaum noch die Rede sein, so Kunz.
Mengenmäßig gingen die Verkäufe von Fahrrädern im Handel im vergangenen Jahr um 3 Prozent zurück. Das positive Umsatzergebnis war - wie schon im Vorjahr - dem Zuwachs bei den E-Bikes geschuldet. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Fahrrad sei von 495 Euro (2011) auf 513 Euro gestiegen.
Jedes zehnte Rad fährt elektrisch
Fast jedes zehnte neue Rad, rund 380.000, war eines mit Elektroantrieb. Das entsprach im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 15 Prozent. Insgesamt seien mittlerweile mehr als 1,3 Millionen E-Räder auf den Straßen Deutschlands unterwegs. In ganz Europa stieg der Absatz von E-Bikes 2012 nach ZIV-Angaben um 200.000 Räder auf 1,1 Millionen.
An diesem Wochenende trifft sich die Fahrradbranche zur Messe Velo Berlin. In sieben Hallen zeigen 250 Aussteller Zweiräder und Zubehör. Auf der Messe werden 40 E-Bike-Marken vorgestellt, wie der Veranstalter mitteilte. Inzwischen gebe es Elektroversionen von Mountainbikes, Rennrädern, Lastenrädern und Rädern mit Anhänger.
Das Rad werde vor allem in Städten immer häufiger als Transportmittel genutzt, sagte die Mitveranstalterin Ulrike Saade in Berlin. In der Sonderausstellung "Velo Transport" können die Besucher die Produkte auf ihre Alltagstauglichkeit testen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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