E-Commerce-Wachstum verdoppelt sich in drei Jahren

E-Commerce-Wachstum verdoppelt sich in drei Jahren

Für 2004 erwartet Forrester Research ein weltweites Internet-Wirtschaftsvolumen von 6,9 Billionen US-Dollar. Europa wird dann einen Anteil von 22% haben.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Nach Einschätzung der US-Marktforschungsgesellschaft Forrester Research wird das Wachstum auf dem E-Commerce-Sektor in den kommenden drei Jahren mehr als 100% betragen. Damit erreicht der Online-Umsatz in Europa im Jahr 2004 rund 1,5 Billionen US-Dollar. Europa wird zu einer der Hauptstützen der weltweiten Internet-Wirtschaft. Nach Schätzungen von Forrester Research werden im Jahr 2004 online weltweit insgesamt 6,9 Billionen US-Dollar umgesetzt. Die Online-Umsätze in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum erreichen rein zahlenmäßig eine vergleichbare Größenordnung. Jedoch verfügt nach Einschätzung der Forrester-Analysten Europa über eine insgesamt ausgeglichenere Internet-Wirtschaft, für die eine schneller Ausbreitung über die gesamte Region sowie ein stärkeres Wachstum beim Consumer-E-Commerce erwartet wird.

Dr. Therese Torris, Leiterin Forschung bei Forrester Research, beschreibt die europäischen Vorteile: "In Europa kann der E-Commerce von einer ganzen Reihe besonderer Vorteile profitieren, ein zusammenhängender regionaler Handelsblock, eine gut ausgebaute Technologie-Infrastruktur sowie eine ausgeprägte Anbindung an weltweite Versorgungsketten. Trotz dieser Vorteile wird eine E-Commerce-Entwicklung nicht in allen Ländern auf gleiche Weise und nicht im gleichen Tempo vonstatten gehen. Um das Potenzial voll auszuschöpfen, müssen europäische Unternehmen darauf vorbereitet sein, die neuen Chancen des E-Commerce zu nutzen, wo immer sie sich bieten."

In den kommenden fünf Jahren, so Forrester, werden die europäischen Online-Verbraucher rasch vom Surfen zum Shoppen übergehen. Der Umsatz bei Einzelhandelsprodukten und Dienstleistungen wird jährlichh um 140% zunehmen. Forrester geht davon aus, dass einer der Antriebsfaktoren für dieses Wachstum die verbesserten Online-Shops sein werden, die bis 2004 huntert Millionen Europäer zu Online-Käufen veranlassen werden. Der Hauptantrieb für das E-Commerce-Wachstum in Europa ist jedoch der Online-Handel zwischen Unternehmen (business to business). Er wird im Jahr 2004 fast 1,4 Billionen US-Dollar des gesamten europäischen Online-Handels ausmachen. Die Branchenführer werden, so Therese Torris, dafür sorgen, dass ganze Industriesektoren zum Online-Handel übergehen. Die Entstehung von E-Marketplaces wird den Handel zwischen den Unternehmen in dieser Region fördern.

Schätzungen von Forrester zufolge werden bis 2004 weltweit 8,5% der Waren und Dienstleistungen über E-Commerce abgewickelt. Die Ausweitung des Online-Handels konzentriert sich jedoch auf bestimmte Länder. Hierbei werden 89% des jährlichen Nettoumsatzes von nur 12 Ländern erbracht. Mit Umsätzen in einer Größenordnung von 3,5 Billionen US-Dollar im Jahr 2004 wird Nordamerika siene führende Rolle im E-Commerce verteidigen. Im asiatisch-pazifischen Raum wird ein Umsatz von 1,6 Billionen US-Dollar erwartet, der hauptsächlich auf erhebliche Zuwächse beim B2B-Handel im Computer- und Elektroniksektor zurückzuführen sein wird. Aufgrund der unzureichend ausgebauten Infrastruktur werden für Lateinamerika E-Commerce-Umsätze von 82 Milliarden und in Osteuropa, Afrika und im Nahen Osten von zusammen 68,6 Milliarden US-Dollar erwartet.

Für die Kurzdarstellung "Global eCommerce Approaches Hypergrowth" hat Forrester die für das E-Commerce-Wachstum zugrundeliegenden Bedingungen in 52 Ländern untersucht. Zu diesen Bedingungen gehören auch das ordnungspolitische Umfeld, die technologische Infrastruktur, die Anbindung an internationale Versorgungsketten und die vorhandenen regionalen Handelsblöcke.


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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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