E-Government: Deutschland nur Mittelmaß

E-Government: Deutschland nur Mittelmaß

E-Government-Angebote wurden in den zurückliegenden zwölf Monaten von 17% der Deutschen genutzt. Damit liegt Deutschland bei der Nutzung virtueller öffentlicher Verwaltungen im internationalen Vergleich auf dem mittleren Platz 13.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Nach den Ergebnissen der internationalen Vergleichsstudie "Government Online 2001", die die Marktforschungsgruppe Taylor Nelson Sofres in insgesamt 27 Ländern durchgeführt hat, haben die Bundesbürger das Online-Angebot von Stadt-, Gemeinde- und Kreisverwaltungen sowie von Verwaltungen der Bundesländer und des Bundes zu 14% dazu genutzt, um Zugang zu behördlichen Informationen zu erhalten und um sich auf den behördlichen Websites zu informieren.

Die Studie zeigt, dass lediglich 3% der Deutschen das Internet für den persönlichen Datenaustausch mit den Online-Behörden genutzt haben. Zu jeweils weiteren 3% wurde das digitale behördliche Angebot genutzt, um Formulare auszudrucken und um Informationen für persönliche oder haushaltsorganisatorische Zwecke von Behörden einzusehen.

Grundsätzlich zeigt sich, dass Männer häufiger behördliche Stellen im Netz nutzen. Gut jeder Dritte (31%) Besucher von Online-Behörden ist männlich und zwischen 25 und 34 Jahren alt, gut gebildet und verfügt über ein mittleres Haushaltsnettoeinkommen. Sicherheitsbedenken sind offenbar ausschlaggebend für die zurückhaltende Nutzung elektronischer Behördendienste in Deutschland. Sind persönliche Informationen wie Kreditkarten- oder Kontonummer erforderlich, dann halten 85% der Deutschen die Online-Behörde für unsicher, verglichen mit durchschnittlich 64% weltweit.

Am höchsten ist die Nutzung behördlicher Online-Angebote und Dienstleistungen in Skandinavien. In Norwegen gehen 53% der Bürger in ihre Online-Behörde, in Dänemark sind es 47% und in Finnland 46%. Ebenfalls überdurchschnittlichen Zuspruch haben die Online-Verwaltungen in Kanada mit 46% und in den USA mit 34%.

In Deutschland führte die Meinungsforschung von Tns Emnid die "Government-Online-Studie 2001" durch. Insgesamt wurden von den Sozial- und Meinungsforschern der Taylor Nelson Sofres-Gruppe 29.077 telefonische und Face-to-Face Interviews in 27 Ländern im Zeitraum von Juli bis September 2001 durchgeführt. (ST)


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33605 Bielefeld
Tel. 0521-92570
Fax 0521-9257333
E-Mail: info@emnid.tnsofres.com
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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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