E-Infrastrukturen: Schnelligkeit siegt

E-Infrastrukturen: Schnelligkeit siegt

Heutige Business-Zyklen verändern sich schneller als IT-Infrastrukturen. Daher werde die Fähigkeit einer schnellen Umsetzung von neuen IT- Infrastrukturarchitekturen nicht nur eine neue Kenngröße für IT-Abteilungen, sondern mittlerweile auch für das ganze Unternehmen.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen

Dies ist die Kernaussage von Achim Heidebrecht, Senior Consultant der Consulting-Practice "IT Strategies & Architectures" der Meta Group Deutschland. Zusätzlich sieht der Berater, dass die Zeitvorgaben für Implementierungen nicht mehr in Jahren, sondern in Monaten, wenn nicht gar in Wochen gesetzt werden. IT-Abteilungen sollten besonderes Augenmerk auf drei wesentliche Hauptpunkte legen, um sich für die neuen Herausforderungen zu wappnen:
o Wiederverwendbarkeit von Infrastrukturkomponenten zur Erhöhung der Implementierungsgeschwindigkeit
o Unterstützung von Geschäftsentscheidungsprozessen durch Implementierung von "Rapid Infrastructure Costing"-Techniken
o Einführung eines Infrastruktur Life Cycle Modells

Neben diesen generellen Aspekten gelte es auch, das Verhältnis zwischen Anwendungsentwicklern und IT-Infrastruktur-Engineers zu beleuchten. Sei die Frage, wer die Verantwortung für Server und Betriebssystem trägt, noch unstrittig zu beantworten, so falle es bei der Definition der Verantwortlichkeiten für Datenbank und Middleware schon schwerer.

Im Sinne der schnellen Adaption bzw. Wiederverwertbarkeit von Infrastrukturkomponenten gehöre die Verantwortlichkeit - auch wenn es der Anwendungsentwickler vielleicht nicht gern hören würde - der Datenbank und Middleware zu den System Engineers.

Ein von der Meta Group entwickeltes "Rapid Infrastructure Costing"-Modell erlaube es der IT-Abteilung, wiederverwertbare und vor allem nachvollziehbare Annahmen über die Kosten der geplanten Infrastrukturimplementierungen schnell zu benennen. Das Spannungsfeld zwischen Business-Anforderungen und benötigten Infrastrukturinvestitionen umfasse neben Verfügbarkeitsbewertungen, Antwortzeitverhalten und der Definition von Service Level Agreements auch Life Cycle orientierte Parameter.

Die Einführung eines Infrastruktur-Lebenszyklus- Modells helfe der IT-Abteilung im Vorfeld, Integrationsherausforderungen frühzeitig zu erkennen. "Die bisher starren Abteilungsgrenzen werden auf Grund des Implementierungsdrucks aufweichen. Teamarbeit ist gefragt", führt Achim Heidebrecht weiter aus. Performance, Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und geringer administrativer Aufwand sollten vor Programmierbeginn betrachtet werden.

Die Meta Group geht davon aus, dass ab 2002 drei von vier IT-Organisationen das Infrastruktur-Lebenszyklus-Modell und die "Rapid Infrastructure Costing"-Methode anwenden würden. Die Notwendigkeit der Verkürzung von Entwicklungszeiten und der zunehmende Wettbewerbsdruck würden die treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung sein. (RS)


KONTAKT:

Meta Group Deutschland GmbH
Stefan Auer
Tel. 089-99696160
Fax 089-99696169
E-Mail: stefan.auer@metagroup.com
Internet: www.metagroup.com

Teilen
Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.