E-Mail-Marketing: Warum Timing Zeitverschwendung ist

E-Mail-Marketing: Warum Timing Zeitverschwendung ist

Woran erkennt man Händler und Marketer, die zu viel Zeit haben? Sie knobeln lange und ausführlich am Timing für ihre Newsletter, studieren aufmerksam Studien und Infografiken. Vermutlich sollten sie sich lieber auf die Suche nach besserem Katzencontent machen. Denn wenn ihre Online-Strategie nicht schon in allen Bereichen summa cum laude ist, dann ist die Mühe für die Katz` - und eine Sisyphusarbeit obendrein.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Vermutlich sollten sie sich lieber auf die Suche nach besserem Katzencontent machen. Denn wenn ihre Online-Strategie nicht schon in allen Bereichen summa cum laude ist, dann ist die Mühe für die Katz` - und eine Sisyphusarbeit obendrein.

Timing: Das ist bestenfalls die Kirsche auf dem Sahnehäubchen des E-Mail-Marketings.

Die Krux: Jede Studie kommt hier zu unterschiedlichen Ergebnissen. So gibt es Studien, die den frühen Morgen vorne sehen und die Mittagszeit gar nicht empfehlen und dann vor allem für den Montag plädieren. Andere befürworten konträre Zeiten. Es hängt eben stark von der Zielgruppe, der jeweiligen Branche ab und davon, ob der Kunde eine private Mail-Adresse nutzt oder ein Postfach im Büro. Zunehmend auch davon, ob er seine Mails mobil abfragt.

Und: Wer sich nach Studien richtet, der folgt dem Weg der Lemminge. Ist ein Zeitfenster erst einmal in Massen als attraktiv erkannt, stürzen sich nämlich alle darauf. Die Folge: Der Kunde erhält genau in der Zeit eine Fülle an Mails und nimmt die einzelne digitale Post gar nicht mehr wahr. Prompt wird dieser Zeitfenster wieder minderwertig.

Hinzu kommt, dass Nutzer ihr Verhalten auch ändern.

So gibt es denn auch Studien, die keinerlei Einfluss der Versandzeit auf Öffnungsraten und Klickzahlen festgestellt haben.

Wichtiger als der Versandzeitpunkt ist eine gute Gestaltung der Betreffzeile und des Inhalts.

  • Eine klare Gestaltung beim Absender.
  • Eine deutliche und konkrete Betreffzeile mit dem Hauptthema des Newsletters, die möglichst aktiv formuliert ist.
  • Eine persönliche und korrekte Anrede zu Beginn (Sehr geehrter Herr ... , Sehr geehrte Frau ...)
  • Ein kurzes Inhaltsverzeichnis oder ein Teasertext zu Beginn in wenigen Zeilen, der auch in Form von Bildern präsentiert werden kann, die die Kernaussagen wiedergeben. Die vorgestellten Themen sollte der Leser direkt anklicken können.

Der Betreff: Clever formuliert bei Zalando. Thema, Reizworte, Call-to action.

Achten Sie bei der Gestaltung und beim Texten des Newsletters darauf, dass dem Kunden immer wieder deutlich gemacht wird, welchen Vorteil er von dem Abonnement hat.

  • Ohne Newsletter könnte der Kunde wichtige Informationen verpassen.
  • Mit dem Newsletter erhält der Kunde die Informationen früher als andere.
  • Er weiß durch das Mailing mehr als andere.
  • Die Information kann ihm helfen Geld zu sparen.
  • Spezielle Rabatte für Newsletter-Abonennten. Damit belohnen Sie ihn, dass er den Newsletter geöffnet hat und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass auch beim nächsten Mal wieder rein schaut.

Dann klappt es mit den Öffnungsraten auch unabhängig vom Timing.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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