eBay gewinnt gegen Tiffany

eBay gewinnt gegen Tiffany

Ein langer Rechtsstreit hat für eBay ein gutes Ende genommen. Die Online-Handelsplattform ist vom Vorwurf freigesprochen worden, nicht genug gegen den Handel mit falschem Luxusschmuck unternommen zu haben.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Der us-amerikanische Juwelier wirft der Auktions- und Handelsplattform vor, den Verkauf von gefälschten Tiffany-Artikeln nicht unterbunden zu haben. Die erneute Berufungsklage wurde ohne Angabe von Gründen abgewiesen.

Auf der Suche nach Plagiaten

Bei einem erheblichen Anteil der Tiffany-Schmuckwaren, die bei eBay gehandelt werden, soll es sich laut dem Vorwurf des Juweliers um Fälschungen handeln. Im Bemühen, Plagiate ausfindig zu machen und die entsprechenden Angebote vom Netz zu nehmen, arbeiten die beiden Kontrahenten bereits zusammen.

Nach eigenen Angaben gibt eBay jährlich mehrere zehntausend Dollar aus, um den Handel mit gefälschten Markenartikeln zu unterbinden. Ein automatisches System filtert potenzielle Plagiate heraus. Bestätigt sich der Verdacht, werden die Händler gesperrt.

Sollten Produktfälschungen über die Plattform verkauft worden sein, sei eBay dafür jedoch nicht grundsätzlich verantwortlich - so hatten bereits zuvor zwei untergeordnete Gerichte geurteilt. Dem "Wall Street Journal" zufolge wirft eBay wiederum Tiffany vor, nicht genügend Engagement in der Verfolgung von Plagiatshändlern zu zeigen. Das eigentliche Ziel des Schmuckspezialisten könne dagegen sein, einen zweiten legitimen Markt für Tiffany-Produkte zu verhindern, so die Zeitung.

Niederlage gegen LVMH

In Frankreich hatte eBay bei einem ähnlichen Fall vor zweieinhalb Jahren einen Gerichtsprozess verloren. Die Luxusgütergruppe LVMH hatte der Handelsplattform ebenfalls vorgeworfen, gefälschte Luxusartikel über Händler angeboten zu haben.

Ein Pariser Gericht hatte eBay verurteilt, wegen des Handels mit Kosmetik und Accessoires unter anderem von Dior, Guerlain und Givenchy Schadenersatz in Höhe von 38,6 Millionen Euro zu zahlen. Im vorigen Jahr hatte das Berufungsgericht in Paris die Strafe um 33 Millionen Euro deutlich reduziert.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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