eBay muss Kunden Schadenersatz zahlen

eBay muss Kunden Schadenersatz zahlen

eBay muss einen österreichischen Kunden entschädigen, weil die Handelsplattform von der drohenden Insolvenz des betrügerischen Händlers gewusst haben soll.

SRSybille RoemerRedakteurin
1 Min.· Aktualisiert am
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Das Landsgericht St. Pölten gab ihm Recht: eBay habe mehrere Hinweise auf verdächtiges regelwidriges Verhalten und die drohende Insolvenz des Goldverkäufers erhalten, ihm aber den Status Platin-Power Seller - der eine gewisse Seriosität gewährleisten soll - trotzdem nicht entzogen.

Sorgfaltspflicht grob fahrlässig verletzt

Nach Auffassung des Gerichts hat eBay damit seine Schutz- und Sorgfaltspflichten grob fahrlässig verletzt und muss rund 16.500 Euro sowie die rund 8.000 Euro Verfahrenskosten zahlen (Az. 4 Cg 144/08i).

eBay will gegen das Urteil Rechtsmittel ergreifen. Denn das Urteil könnte als Präzedenzfall dienen – und dem Marktbetreiber eine Klagewelle bescheren.

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Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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