
Ebay räumt Schmuddelecke mit Sexfotos auf
Die Rubrik "Akt & Erotik" bei Ebay ist von anstößigen Bildern gereinigt worden, die mitunter sogar Kinder zeigen. Der Handel mit solchen Fotos soll erschwert werden, verspricht das Onlinehandelshaus.
Thomas RehmRedakteurKünftig mit Filter
Künftig wird es für Händler schwieriger sein, auf Ebay erotische Fotos zu verkaufen. Das Internethandelshaus führt nun Mindestpreise ein, die eine Flut billiger Sexfotos eindämmen soll. Die Ebay-Sprecherin dementierte allerdings ein Detail aus dem Bericht der "Süddeutschen", wonach die von der Bundesregierung unterstützte Plattform Jugendschutz.net allein im Februar neun Auktionen an Ebay gemeldet habe, ohne dass Ebay reagiert habe. "Es haben sich neun Internet-Nutzer bei Jugendschutz.net gemeldet. Davon sind zwei Fälle an uns weitergeleitet worden, bei denen wir auch mit Löschungen reagiert haben."
Inzwischen seien weniger als 2.500 Angebote mit Erotik-Fotos online. Neben den Mindestpreisen sollen künftig Filter für die Beschreibungen der Bilder für Mindeststandards in der Kategorie "Akt & Erotik" sorgen. Gewerbliche Händler müssen künftig fünf Euro oder mehr verlangen, Privatanbieter mindestens zehn Euro. Viele der problematischen Fotos wurden für weniger Geld verkauft.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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