
Einzelhandel 2012 mit mäßigem Wachstum
Die Deutschen waren 2012 weniger kauffreudig als in den Jahren zuvor. So lassen sich die ersten Schätzungen über die Einzelhandelsumsätze interpretieren. Damit erfüllen sich die vorsichtigen Prognosen.
David WöllensteinRedakteurKleines Plus im November
Im November 2012 setzte die Branche geschätzt nominal 1,6 Prozent mehr und real 0,9 Prozent weniger um als im November des Vorjahres. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage.
Im Vergleich zum Oktober 2012 ist der Umsatz im November kalender- und saisonbereinigt nominal um 1,6 Prozent und real um 1,2 Prozent gestiegen. Aufgrund der Schätzanteile in den Daten werden sich die Werte für November 2012 voraussichtlich noch erhöhen.
Nonfood verliert
Der Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im November 2012 nominal 4,5 Prozent und real 0,9 Prozent mehr um als im November 2011. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten nominal um 4,7 Prozent und real um 1,1 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde nominal 2,5 Prozent mehr und real 0,8 Prozent weniger als im November 2011 umgesetzt.
Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln (Nonfood) lagen die Umsätze im November 2012 nominal und real niedriger als im November 2011 (nominal minus 0,9 Prozent, real minus 2,3 Prozent). Hier wurde nur im sonstigen Einzelhandel (zum Beispiel mit Büchern, Schmuck) nominal (plus 1,2 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat umgesetzt. Real sank hier der Umsatz um 0,4 Prozent.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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