
Energieversorger: Kunden verlangen Internetpräsenz
Auf den ersten Blick ein Widerspruch: Für zwei von drei Verbrauchern ist es wichtig, dass Ihr Stromversorger sich im Internet präsentiert. Dabei haben mit 64% fast ebenso viele die Homepage ihres Stromlieferanten noch nie besucht.
Björn BöerChefredakteur"Der Verbraucher sieht einen hohen persönlichen Nutzwert durch das Internet. Wenn er dennoch die Angebote der Versorger bisher nicht nutzt, ist dies die Aufforderung an die Stromlieferanten, auf ihren Homepages mehr Service anzubieten und den Internetauftritt stärker zu bewerben", erläutert Mummert + Partner-Experte Rainer Poremba.
Bei einem entsprechenden Angebot ist der Verbraucher durchaus bereit, das Internet-Angebot seines Stromlieferanten zu nutzen. 69% der Befragten gaben an, sie wären bereit, online einen Stromlieferungsvertrag abzuschließen.
"Da die Hälfte der untersuchten Energieversorger die Möglichkeit des Vertragsabschlusses bereits anbietet, sollte dies ein Ansporn für alle anderen Versorgungsunternehmen sein, ein derartiges Angebot ins Netz zu stellen. So können zusätzlich wechselbereite Verbraucher angesprochen werden", rät Poremba.
Darüber hinaus wünschen sich zwei von drei Befragten mehr Angebote im Netz. Ein Beispiel: die Eingabe des Zählerstandes. "Viele Stromkunden sind bereit, ihren Stromzähler selbst abzulesen und den aktuellen Stand online zu melden, wenn eine dadurch realisierte Kostenersparnis an sie weitergegeben wird", ist sich Poremba sicher.
Die Qualität des Internetauftritts wird in Zukunft zu einem echten Wettbewerbsinstrument. 67% der von Mummert + Partner befragten Unternehmen sind der Meinung, dass die B2B- und B2C-Aktivitäten der Energieversorger den Unternehmenserfolg steigern und die Wettbewerbschancen verbessern. (KC)
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Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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