Esprit schließt unrentable Filialen

Esprit schließt unrentable Filialen

Nach einem massiven Gewinneinbruch hat der Modekonzern Esprit eine Neuausrichtung angekündigt. Auch der deutsche Markt ist betroffen.

USUlrike Sanz GrossónRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Auch in Deutschland, dem wichtigsten Absatzmarkt, setzt Esprit den Rotstift an: 24 der 178 eigenen Läden sollen hierzulande geschlossen werden, sagte ein Esprit-Sprecher der Nachrichtenagentur dpa.

Konzentration auf Wachstumsmärkte

In den nächsten Jahren würden aber sowohl in Deutschland als auch im Ausland mehr neue Filialen eröffnet als geschlossen. Dabei will sich Esprit künftig auf Wachstumsmärkte konzentrieren. In China soll das Filialnetz auf 1.900 Standorte bis Mitte 2015 fast verdoppelt werden.

Außerhalb Chinas sei die Eröffnung von 185 neuen Filialen in dem Zeitraum geplant. Neben den asiatischen Märkten will Esprit auch das Geschäft in Deutschland, Österreich, die Schweiz, die Beneluxländern und Frankreich weiter ausbauen.

Im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 verzeichnete Esprit einen starken Gewinneinbruch. Der Jahresüberschuss schrumpfte auf umgerechnet 7,45 Millionen Euro nach rund 400 Millionen Euro im Jahr zuvor. Aufwendungen für die Straffung des Standortnetzes hätten das Ergebnis erheblich belastet. Ohne Sondereffekte belaufe sich der Jahresüberschuss auf 222 Millionen Euro.

"An Strahlkraft verloren"

Der Konzernumsatz stieg leicht um 0,5 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Euro. Während der Umsatz in den eigenen Läden des Konzerns um 6,2 Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro zunahm, ging der Umsatz mit anderen Händlern und mit Franchise-Nehmern um 6 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro zurück.

Ronald van der Vis, CEO von Esprit sagte: "Die Marke Esprit hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Strahlkraft verloren. Die Werte, die Esprit groß gemacht haben, und die Erwartungen der Kundinnen gerieten aus dem Blick."

Um der Marke zu neuem Glanz zu verhelfen, sollen die Kollektionen modischer und anspruchsvoller werden. Außerdem werden in den kommenden vier Jahren zusätzlich 640 Millionen Euro in das Marketing investiert.

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Geschrieben vonUlrike Sanz Grossón

Redakteurin

Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.

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