
Streetware für sportliche Frauen, die nichts zum Anziehen haben
Die ehemalige Fußballerin Sonja Jousseaume war genervt, dass Sportfachgeschäfte sehr auf Männer ausgerichtet sind. Also gründete sie das Label zopfball. Für den Launch einer neuen Linie und die Internationalisierung setzt sie auch auf Amazon.
Sportfachgeschäfte sind sehr auf Männer ausgerichtet. Anlass für die ehemalige Fußballerin Sonja Jousseaume das eigene Label zopfball zu gründen - für Frauen, versteht sich. Für den Launch einer neuen Linie und die Internationalisierung setzt sie auch auf Amazon.
Frau Jousseaume, wie kamen Sie auf die Idee, ausgerechnet in den Modehandel einzusteigen?
Früher spielte ich selbst Fußball. Mich hat immer geärgert, dass man in normalen Sportgeschäften nichts für Frauen kaufen kann, obwohl es die Produkte aber gab. Das wollten wir ändern und Frauen exklusiv bedienen.
Nach zwei Jahren, im Jahr 2011, kam der Turn vom Sportfachgeschäft zur Marke zopfball, einem urbanen Sportlabel für vor und nach dem Sport, welches insbesondere Fußballspielerinnen, aber auch Handball- und Basketballspielerinnen identifikationsstiftende Lifestyle-Bekleidung bietet. Die Idee kam damals zu uns: Fußballerinnen kamen in dem Shop und hatten blanko T-Shirts und Sweatshirts dabei mit der Bitte um Aufdruck unseres zopfball Logos. Den aggressiven Preiskampf im Teamsportbereich waren wir längst überdrüssig und entschieden uns für die Konzentration auf das eigene Sportlabel. Im Zuge dessen auch um die komplette Umstellung auf digital und den Vertrieb im Onlineshop, da wir eine spitze Nische ansprechen. Wie waren Ihre Vorerfahrungen mit Digitalisierung und Internationalisierung?
Die Umstellung von offline zu online erfolgte 2013/2014. Jedoch setzen wir zopfball von Anfang an sowohl stationär als auch mit einem eigenen Onlineshop auf.
Was erhoffen Sie sich von dem Amazon-Förderprogramm "Unternehmerinnen der Zukunft"?
Das Label zopfball möchten wir mit einer neuen Linie für alle Frauen öffnen. Um dies zu erreichen, entwickeln wir derzeit die Bio- und Fairtrade Linie, die nicht an einen spezifischen Sport gebunden ist, sondern die jede Frau tragen kann.
Die gemeinsame Arbeit mit den Coaches ist klasse, bringt neue Ansätze und viele Ideen. Ich erhoffe mir die Erreichung aller gesteckten Ziele, einen gelungen Launch der neuen Linie und im zweiten Schritt die Internationalisierung. Ich bin zudem gespannt wie die geplanten Maßnahmen greifen und wie die neue Linie bei Frauen ankommen wird.
Was haben Sie bislang schon von ihrem Coach gelernt?
Unsere bisherigen Treffen konzentrierten sich auf den Maßnahmenplan und die strategische Ausrichtung. Von meinen Coaches werde ich sicherlich einiges Lernen können und freue mich auf die kommenden Termine.
Was möchten Sie in einem Jahr erreicht haben?
Steigerung der Markenbekanntheit zopfball als Brand für jede sportliche Frau.
Sonja Jousseaume persönlich
Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung im IT Bereich absolviert. Danach 5 Jahre für ein großes IT Unternehmen im Bereich Projektmanagement und Prozessoptimierung gearbeitet. Es Folge das Studium der Wirtschaftspsychologie, Schwerpunkte Werbepsychologie und Marketing.
Danach: Projektassistenz in einer Multimedia Agentur und ein Jahr später, 2011: Gründung von zopfball als Sportfachgeschäft für Frauen zusammen mit meiner damaligen Geschäftspartnerin.
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Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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