
Expert: Fernseher als Umsatztreiber
Die Elektro-Verbundgruppe Expert profitierte vom Boom der Flachbildschirm-Fernseher - und setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich mehr um.
Thomas RehmRedakteurFernsehgeräte hui, MP3-Player pfui
Die Elektrohändlerkette berichtete über kräftig steigende Umsätze bei Unterhaltungselektronik. Dabei seien die Fernsehgeräte am wichtigsten. "In keinem anderen Segment steckt so viel Dynamik", sagte Müller.
Die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft trage dazu ebenso bei wie neue technische Entwicklungen, etwa zum 3D-Fernsehen. Darüber hinaus würden auch Geräte immer wichtiger, die Fernsehen und Internet verbinden.
Rückläufig seien die Umsätze bei MP3-Playern, Navigationsgeräten und Digitalkameras - sie litten unter dem Vormarsch der Smartphones, die ebenso wie Tablet-PCs große Zuwächse verzeichneten. Aber auch Note- und Netbooks seien weiterhin gefragt.
Keine PC-Kannibalisierung
"Der befürchtete Kannibalisierungsprozess zwischen Tablet-PCs und Notebooks ist ausgeblieben", betonte Müller.
Bei Haushaltsgeräten, der sogenannten Weißen Ware, waren Waschmaschinen und Trockner nach den Worten Müllers die Hauptumsatzträger. In diesem Segment werde Energiesparen immer wichtiger: "Energiesparen ist kein Trend mehr, es ist zum entscheidenden Kaufkriterium geworden."
Im Geschäftsjahr 2009 hatte Expert eine noch bessere Bilanz geschafft: Der Umsatz der Verbundgruppe wuchs damals zweistellig.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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