Die Elektro-Verbundgruppe Expert profitierte vom Boom der Flachbildschirm-Fernseher - und setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich mehr um.
Fernsehgeräte hui, MP3-Player pfui
Die Elektrohändlerkette berichtete über kräftig steigende Umsätze bei Unterhaltungselektronik. Dabei seien die Fernsehgeräte am wichtigsten. "In keinem anderen Segment steckt so viel Dynamik", sagte Müller.
Die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft trage dazu ebenso bei wie neue technische Entwicklungen, etwa zum 3D-Fernsehen. Darüber hinaus würden auch Geräte immer wichtiger, die Fernsehen und Internet verbinden.
Rückläufig seien die Umsätze bei MP3-Playern, Navigationsgeräten und Digitalkameras - sie litten unter dem Vormarsch der Smartphones, die ebenso wie Tablet-PCs große Zuwächse verzeichneten. Aber auch Note- und Netbooks seien weiterhin gefragt.
Keine PC-Kannibalisierung
"Der befürchtete Kannibalisierungsprozess zwischen Tablet-PCs und Notebooks ist ausgeblieben", betonte Müller.
Bei Haushaltsgeräten, der sogenannten Weißen Ware, waren Waschmaschinen und Trockner nach den Worten Müllers die Hauptumsatzträger. In diesem Segment werde Energiesparen immer wichtiger: "Energiesparen ist kein Trend mehr, es ist zum entscheidenden Kaufkriterium geworden."
Im Geschäftsjahr 2009 hatte Expert eine noch bessere Bilanz geschafft: Der Umsatz der Verbundgruppe wuchs damals zweistellig.
