
Fachhandel fürchtet Lieferengpässe bei japanischen Kameras
Die Japan-Krise könnte sich auf den Fotofachhandel auswirken: Hochwertige Spiegelreflexkameras und Objektive aus Japan drohen knapp zu werden.
Thomas RehmRedakteurBei Fernsehern, Kompaktkameras, Camcordern und Notebooks stocke der Nachschub der Industrie für die deutschen Einzelhändler gegenwärtig nicht. Hier seien die Regale ebenfalls gut bestückt.
Große japanische Elektronik-Hersteller verfügten weltweit über Produktionsstätten. Zum Problem könnte jedoch werden, wenn einzelne wichtige Bauteile, die in Japan hergestellt werden, fehlen.
Umsatzeinbußen befürchtet
Die betroffenen Hersteller in Japan seien bemüht, die Produktion wieder in Gang zu bringen. Auch werde versucht, Lücken mit Werken außerhalb Japans aufzufangen. Wie sich die Situation entwickelt, bleibe abzuwarten: "Keiner weiß, was in zwei Monaten ist", sagte BVT-Geschäftsführer Willy Fischel.
Der Elektronik-Einkaufsverbund Euronics betonte, derzeit gebe es noch keine Lieferengpässe wegen der Japan-Krise. Er bereite sich aber auf Auswirkung und Umsatzeinbußen bis zum Jahresende vor, sagte ein Sprecher von Euronics in Ditzingen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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