
Fairer Handel trotzt Wirtschaftskrise
Die Deutschen geben trotz Krisenstimmung weiter Geld für fair gehandelte Produkte aus. Von der Wirtschaftskrise merkt dieser Bereich nichts, sagt ein Handelsexperte.
Björn BöerChefredakteurHoffnung auf Einsicht bei Konsumenten
Grund für die positive Prognose des Experten sei die Art des Wirtschaftens: "Beim fairen Handel ist transparent, wo das Geld herkommt und wo es hingeht. Der umgekehrte Fall hat unter anderem zur Finanzkrise geführt." Sokoll: "Meine Hoffnung ist, dass die Krise allen die Augen öffnet, dass nur auf Gewinn orientiertes Handeln keine Zukunft hat."
Dass sich Menschen in Ländern mit geringeren Einkommen teurere Nahrungsmittel nicht mehr leisten könnten, bezeichnete der Experte als "exorbitantes Problem". Im fairen Handel hingegen werde den Produzenten ein Mindestpreis garantiert - egal, wie tief der Welthandelspreis fällt. Damit könne sich später auch der Kunde auf stabile Preise verlassen.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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