Fiat-Händler feiern neue Ära

Fiat-Händler feiern neue Ära

Mit dem Fiat Freemont präsentiert die italienische Marke nach der Übernahme von Chrysler das erste transatlantische Gemeinschaftsprodukt.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Sechs Millionen Fahrzeuge pro Jahr geplant

In diesem Verbund, Fiat ist für die kleinen, Chrysler für die größeren Modelle zuständig, will das neue Konglomerat bis 2014 jährlich sechs Millionen Fahrzeuge weltweit absetzen. Auf dann fünf Plattformen sollen weitere Produktinnovationen entstehen. "Allein in den nächsten 28 Monaten werden wir sieben neue Modelle bringen", kündigt Fiat-Deutschlandchef Manfred Kantner an.

Neben dem Freemont ist dies gleich zum Jahresbeginn 2012 der neue Kleinstwagen Panda. Beide stehen vom 15. September an auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main im Messe-Rampenlicht. Für das nächste Jahr kündigen die Italiener als zweites "Eigengewächs" neben dem Panda einen kleinen Van an. Die weiteren vier Varianten sind zwar noch "geheime Kommandosache", werden dann aber tatsächlich transatlantische Wurzeln haben.

Schnelle Hilfe aus Übersee

Bei Kleinwagen und Transportern genießt Fiat einen guten Ruf, kann in der gehobenen Fahrzeugklasse, zumindest außerhalb Italiens, aber fast schon traditionell kaum Erfolge vorweisen. Die glücklosen Modelle Croma und Ulysse wurden jüngst aus dem Programm gestrichen. Da kam jetzt die schnelle Hilfe aus Übersee durch den einfachen Tausch des Markenlogos im Kühlergrill gerade recht.

Der Freemont wird in Mexiko gebaut und für Europa ausschließlich mit den beiden Fiat-Dieselmotoren mit 103 kW/140 PS und 125 kW/170 PS ausgerüstet. Die Preise für den Siebensitzer beginnen bei 25.990 Euro. Ab Dezember steht auch eine Allrad-Variante in Verbindung mit Automatikgetriebe ab 32.290 Euro zur Wahl.

Geländewagen, Van oder Kombi?

Dann fällt die Klasseneinteilung für den "Neuling" endgültig schwer. Der Freemont sieht aus wie ein gestreckter Geländewagen, bietet die Innenraum-Variationsmöglichkeiten eines Vans und könnte glatt auch als hochbeiniger Kombi durchgehen. Steffen Enzenauer vom Fiat-Produktmarketing legt sich auf "Van" fest und schwärmt: "Wir bieten sieben vollwertige Plätze, 30 unterschiedliche Sitzkonfigurationen, 25 Staufächer mit 138 Liter Volumen und zehn Getränkehalter - der ideale Reisewagen."

Tatsächlich verfügt das 4,89-Meter-Gefährt über jede Menge Platz und vor allem über eine für amerikanische Produkte typische Komplettausstattung. Schon die Basisversion beinhaltet neben der dritten Stuhlreihe unter anderem eine Drei-Zonen-Klimaanlage, CD-Radio, Geschwindigkeitsregelanlage und Alarmanlage.

Als aufpreispflichtige Extras stehen lediglich ein "Komfort-Paket" (590 Euro) und ein "Travel-Paket" (420 Euro) zur Wahl. Wer einen Aschenbecher benötigt, zahlt 80 Euro Aufschlag, wer die Plätze sechs und sieben nicht benötigt, spart 500 Euro. Ein integriertes Navigationssystem mit großem 8,4-Zoll-Bildschirm wird wie der Allradantrieb Ende des Jahres nachgereicht.

Bernd Nusser

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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