
Filialisten zieht es nach Süddeutschland
Niedrige Arbeitslosenquote, hohe Kaufkraft: Der deutsche Süden ist beliebtes Expansionsziel für Händler. Dabei muss es nicht immer eine Metropole sein.
David WöllensteinRedakteurMünchen ist gut, Passau aber auch
Demnach ziehen nicht nur die Metropolen München, Stuttgart oder Nürnberg Einzelhändler an. Auch die kleineren Großstädte sind aufgrund deren Kaufkraft attraktiv: "Beispielsweise haben bayerische Mittelstädte wie Straubing, Weiden, Passau, Schweinfurt und Rosenheim rechnerische Pro-Kopf-Umsätze, die beim Doppelten des Bundesdurchschnitts liegen", sagt Guido Kleinschmidt, geschäftsführender Gesellschafter bei Lührmann Deutschland.
Der durchschnittliche Kaufkraftindex liegt bei 100. Straubing kommt auf mehr als doppelt so viel (226,5), und auch Schweinfurt, Rosenheim und Kempten liegen über 190. Zum Vergleich: Hamburgs Index liegt bei 121,7, München bei 151,1.
Insgesamt liegen die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen mit Werten deutlich über 100 vor den restlichen Bundesländern - Hamburg ausgenommen - in Bezug auf Kauftkraftindizes. Zudem hat Süddeutschland eine niedrigere Arbeitslosenquote als andere Regionen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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