
Finanzinvestor Advent übernimmt Douglas
Der amerikanische Finanzinvestor Advent hat schon gut 76 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte an der Handelsgruppe Douglas. Experten gehen davon aus, dass der Anteil noch weiter steigt.
David WöllensteinRedakteur76,2 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte von Douglas. Finanzexperten gehen davon aus, dass der Finanzinvestor im Laufe des Tages den Anteil sogar auf bis zu 86 Prozent ausbauen könnte.
Anfang vergangener Woche hatten noch Zweifel daran bestanden, ob Advent die Schwelle von 75 Prozent übertreffen werde. Seit Mittwoch vergangener Woche hatten dann nach und nach die institutionellen Anleger ihre Anteile an Advent verkauft. Bereits am Freitag deutete sich an, dass Advent das Rennen um Douglas machen werde.
Sanieren und internationalisieren
Die Inhaberfamilie Kreke hatte lange nach einem starken Partner gesucht, um ihren Einfluss im Unternehmen auszubauen. Sie hatte auch damit geliebäugelt, die Gesellschaft wieder in rein private Hände zu überführen.
Advent will nach eigenen Angaben bei Douglas vor allem die beiden Wachstumsbereiche Parfüm und Schmuck voranbringen. Nicht nur die Douglas-Parfümerien sollen stärker expandieren, auch die Juwelierkette Christ soll künftig im Ausland vertreten sein.
Auch Mode und Süßwaren will der Investor weiterentwickeln. Die Sanierung der derzeit schwächelnden Buchkette Thalia soll fortgesetzt werden.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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