Für Arcandor-Chef naht Tag der Wahrheit

Für Arcandor-Chef naht Tag der Wahrheit

Die Arcandor-Holding wird aller Voraussicht nach liquidiert - damit würde Vorstandschef Eick seinen Posten verlieren. Doch um die Zukunft müssen er und weitere Vorstände nicht bangen.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Der Konzernchef könnte Spekulationen zur Folge das Unternehmen bereits in der kommenden Woche verlassen, wenn voraussichtlich am Dienstag (1. September) die Insolvenzverfahren für die wichtigsten Gesellschaften eröffnet werden.

"Eick spielt in einem Zerschlagungsszenario keine Rolle mehr", sagte Marc Tüngler von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) der "Frankfurter Rundschau".

Fallschirm mit bis zu 15 Millionen Euro

Eick hatte erst vor rund einem halben Jahr den Arcandor-Chefposten von Thomas Middelhoff übernommen. Er soll nach seinem über fünf Jahre laufenden Vertrag eine Maximalsumme von bis zu 15 Millionen Euro erhalten. Neben einer Summe von zwei Millionen Euro pro Jahr wurden ihm dabei mögliche Boni von einer Million Euro pro Jahr zugesagt. Derzeit sei die Bezahlung jedoch gestoppt, hieß es.

Auch die von Eick zu Arcandor geholten Vorstandsmitglieder Arnold Matschull und Zvezdana Seeger hätten Zusagen für eine zumindest teilweise Absicherung, bestätigte ein Sprecher der Bank. Zur Höhe der Zusagen machte er keine Angaben.

"Man kann Karstadt rentabel betreiben"

Eick glaubt nach wie vor, dass Karstadt als eigenständiges Unternehmen erhalten werden kann. "Man kann Karstadt rentabel betreiben, davon bin ich zutiefst überzeugt", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Dazu sei notwendig, sich von unrentablen Häusern zu trennen und "weitere Einsparpotentiale" zu heben.

Diese Aussagen hat offenbar den Aktienkurs von Arcandor beflügelt. Der Wert des Papiers stieg heute an der Frankfurter Börse auf 0,25 Euro - das ist eine Verbesserung um rund 16 Prozent.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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