
Fußballsieg macht Shoppinglaune
Wenn ein Fußballteam bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien gewonnen hatte, freuten sich auch die Onlinehändler des jeweiligen Landes. Denn bei jedem Sieg stiegen die Verkaufszahlen spürbar an.
In Frankreich, dem Land, das die deutsche Nationalmannschaft im Viertelfinale 1:0 besiegte, verkauften Onlinehändler am Tag nach dem Gewinn des Achtelfinales der französischen Mannschaft durchschnittlich 13 Prozent mehr.
7:1-Niederlage verhagelte Brasilianern die Shopping-Stimmung
Im Gastgeberland Brasilien stieg der Warenverkauf im Onlinehandel am Tag nach einem Gewinn der brasilianischen Mannschaft durchschnittlich um gut 9 Prozent. Nach der 7:1 Niederlage gegen Deutschland im Halbfinale fielen die Werte dann um rund 17 Prozent.
Dass Fußball als Sport langsam aber sicher auch in den Vereinigten Staaten ernst genommen wird und Fans begeistert, zeigt die sinkende Kauflaune nach der Achtelfinal-Niederlage der USA gegen Belgien: Die Einkäufe der Amerikaner in den Onlineshops gingen um 7 Prozent zurück. Nach der 2:1-Niederlage Mexikos gegen die Niederlande im Achtelfinale sanken die Einkäufe der enttäuschten Mexikaner um satte 51 Prozent.
Europäer kauffreudigere Fußballfans
Insgesamt sind die Verkaufszahlen der Onlineshops der Erhebung zufolge in Europa um 36 Prozent gestiegen, wenn eine europäische Mannschaft ein Spiel gewonnen hatte. In den lateinamerikanischen Ländern stiegen die Verkaufszahlen nach einem Sieg einer ihrer Mannschaften nur um zehn Prozent. Verlor eine europäische Mannschaft, fielen die Werte um rund zehn Prozent, in lateinamerikanischen Ländern sanken die Verkäufe bei der Niederlage einer ihrer Mannschaften um durchschnittlich neun Prozent bei.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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