
Gefälschtes Parfum per Post
Immer mehr Kriminelle setzen auf das Internet als sicheren Verkaufskanal. Der Handel mit Produktfälschungen und Piraterieware habe "explosionsartig" zugenommen, klagt der Markenverband.
Legale Zustellung gefälschter Ware
"Immer mehr gefälschte Waren werden legal per Post zugestellt, nachdem Sie über diverse Internetverkaufsplattformen erworben wurden, die an dem Handel mit solchen Plagiaten verdienen", ärgert sich Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes. "Gegen diese Form des Micro-Vertriebs von Plagiaten direkt in den eigenen Briefkasten können Zoll und Markeninhaber kaum etwas ausrichten."
Er fordert daher dringend eine gesetzliche Grundlage, mit der die Profiteure von kriminellen Handlungen im Zusammenhang mit Produkt- und Markenpiraterie zur Verantwortung gezogen werden können: "Dabei darf es keine Ausnahmeregeln für Internetmarktplätze geben."
Parfum und Kosmetik
Im vergangenen Jahr wurden demnach im Produktsegment Parfum und Kosmetik Waren im Wert von 2,2 Millionen Euro beschlagnahmt. "Viele Verbraucher halten den Kauf von Piraterieware noch immer für ein Kavaliersdelikt", erklärt der Präsident des VKE-Kosmetikverbands Stephan Seidel.
Die Kosmetikbranche werde deshalb verstärkt daran arbeiten, die Verbraucheraufklärung voran zu treiben. "Schließlich können gefälschte Kosmetikprodukte die Gesundheit massiv gefährden. Zudem werden in großen Umfang Arbeitsplätze vernichtet, Markenwerte zerstört und die organisierte Kriminalität gefördert", argumentiert Seidel.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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