
Gerry Weber wächst mit eigenen Läden
Die Gerry Weber-Gruppe konnte im ersten Quartal kräftig zulegen - vor allem dank des eigenen Einzelhandelsgeschäfts. Das soll nun auch im Ausland ausgebaut werden.
David WöllensteinRedakteurEhrgeizige Pläne
Die Umsatzsteigerung ging im ersten Quartal 2010/2011 erneut mit einer überproportionalen Renditeverbesserung einher. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 15,3 Prozent auf 18,5 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) steigerte sich um 18,5 Prozent auf 15,5 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) legte um 20,9 Prozent auf 14,8 Millionen Euro zu.
Für das laufende Geschäftsjahr, das am 31.Oktober endet, rechnet Gerry Weber mit einem Umsatzplus von über 10 Prozent auf rund 700 Millionen Euro. Auch in den kommenden zwei bis drei Geschäftsjahren soll der Umsatz jeweils zweistellig wachsen. Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen vor allem im Ausland.
Die Expansionsgeschwindigkeit des eigenen Einzelhandelsgeschäfts soll mit 65 bis 75 neuen "Houses of Gerry Weber"pro Jahr noch einmal deutlich erhöht werden. Hinzu kommen rund 60 bis 70 weitere pro Jahr durch Franchisenehmer. Eigene Läden sind in der Schweiz, in Österreich, Dänemark, Großbritannien und Spanien geplant. Die Zahl der Concessions-Flächen bei der spanischen Kaufhauskette El Corte Inglés soll von 26 auf etwa 40 erweitert werden.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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