"Smarter Commerce" ist ein umfassendes Angebot an Software und Beratungsleistungen, das darauf abzielt, die Beziehungen von Unternehmen zu ihren Kunden und Partnern zu optimieren. Es bedeutet, dass der Kunde für alle Unternehmen im Zentrum aller Entscheidungen steht. Das hört sich nicht besonders neu an, ist aber durch das geänderte Kundenverhalten ein grundsätzlich neuer Ansatz. Es bezieht sich auch nicht ausschließlich auf den Handel, auch wenn Einzelhändler die ersten waren, die mit der neuen Situation konfrontiert wurden.
Wie kann ein Händler der neuen Macht des Kunden denn begegnen?
Er muss ein einheitliches Kundenerlebnis schaffen, und zwar über die verschiedenen Stationen der Wertschöpfungskette – also von der Marketingplanung über die Kundenansprache, dem Einkaufserlebnis bis hin zur Distribution. Aber auch über die verschiedenen Vertriebswege, also stationär, online und mobil. Unternehmen müssen ihre eigenen Geschäftsmodelle, Prozesse und Angebote mit diesem veränderten Kundenverhalten in Einklang bringen.
Können Sie ein paar konkrete Beispiele für technische Unterstützung nennen?
Der Händler muss genau wissen, wie der Kunde sich im Internet bewegt und verhält. Wenn der Kunde die Werbemail beispielsweise gar nicht aufmacht, muss er das wissen, damit er ihn anders ansprechen kann. Das Ordermanagement muss ebenfalls über alle Kanäle transparent sein, denn der Kunde will das gleiche Einkaufserlebnis stationär wie online. Die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit beim Kaufvorgang muss stimmen, sonst springt der Kunde ab.
Interview: Sybille Wilhelm
Dieser Artikel ist im Sonderheft Online Handel 1/2011 erschienen. Hier geht es zur Probeheft-Bestellung.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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