
GfK: Kaufkraft stagniert 2009
Laut GfK-Kaufkraft-Studie hält sich 2009 der Anstieg des Wohlstands in Deutschland die Waage mit der Inflationsrate. Damit stagniert die Entwicklung der realen Kaufkraft.
David WöllensteinRedakteur„Vor dem Hintergrund der weiter steigenden Lebenshaltungskosten bedeutet das, dass die Entwicklung der realen Kaufkraft im kommenden Jahr voraussichtlich stagniert," kommentiert Projektleiterin Simone Baecker-Neuchl, Leiterin der Abteilung „Market Data & Research" bei GfK GeoMarketing. „Vieles hängt aber von der weiteren Entwicklung des Arbeitsmarktes und dem Verlauf der Finanzkrise im nächsten Jahr ab."
Hochtaunuskreis löst Starnberg an der Tabellenspitze ab
Unter den 20 kaufkraftstärksten Stadt- und Landkreisen sind dieselben Namen wie im Vorjahr vertreten, jedoch haben sich einige Änderungen in der Reihenfolge ergeben. Der Hochtaunuskreis löst mit durchschnittlich 27.590 Euro pro Kopf den Kreis Starnberg (27.413 Euro) von der Spitzenposition ab.
Auch der dritte und vierte Platz tauschen die Positionen: Der Landkreis München überholt mit 26.232 Euro pro Kopf und minimalem Vorsprung den Main-Taunus-Kreis. Der Stadtkreis Düsseldorf steigt von Platz 18 auf Platz 14 und der Landkreis Miesbach sinkt von Platz 17 auf 20.
Ostdeutsche Kreise schwach
Unter den 25 Kreisen mit der geringsten Kaufkraft befinden sich nach wie vor nur ostdeutsche Kreise. Einzige Ausnahme bildet der Stadtkreis Bremerhaven, der von Rang 403 auf Rang 410 gefallen ist. Den letzten Platz belegt wie im letzten Jahr der Landkreis Uecker-Randow.
Die höchste positive Veränderung des Indexes im Vergleich zur letzten Berechnung kann der Landkreis St. Wendel im Saarland verzeichnen, gefolgt von dem Landkreis Potsdam-Mittelmark (Brandenburg) und dem Stadtkreis Frankfurt am Main.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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