Glasklar online

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Die Marke Leonardo hat seit einem Jahr einen eigenen Webshop - mit guten Erfahrungen dank guter Vorüberlegungen „Bei unseren Impulsartikeln war es ...

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Die Marke Leonardo hat seit einem Jahr einen eigenen Webshop - mit guten Erfahrungen dank guter VorüberlegungenEine Markenbekanntheit von 80 Prozent, Marktführer für Geschenkartikel und Gläser in Deutschland, 6.000 Handelspartner in 92 Ländern der Welt: Die Marke Leonardo ist sichtlich gut aufgestellt.

Bei der Überlegung, einen Internetshop zu eröffnen, trieb den Hersteller glaskoch B. Koch jr. GmbH + Co. KG vor allem eine Frage: Ist Glas ein versandhandelsfähiger Artikel oder nicht? Er ist es, wie der Erfolg des rund ein Jahr alten Onlineshops www.leonardo.de zeigt.

Produktdarstellung ist entscheidend

„Bei unseren Impulsartikeln war es besonders wichtig, den emotionalen Mehrwert zu transportieren”, erläutert der Leiter des E-Shops, Christian Möhring. „Zumal wir uns als Markenartikler nicht über den Preis differenzieren können.”

Die Erfahrungen nach dem ersten Jahr: „Die Darstellung der Produkte ist entscheidend. Es werden mehr Artikel verkauft, die in Form und Farbe auffällig sind”, sagt Möhring. „Wir haben einen im Vergleich zum stationären Handel höheren Durchschnittsbon. Ein Grund dafür sind die vielen Geschäftskunden.” Darüber hinaus freut sich der Internethändler über eine sehr geringe Retourenquote.

„Für Kundenanfragen ist eine telefonische Servicehotline wichtig”, ist Möhring zudem überzeugt. „Kunden erwarten heutzutage einen persönlichen Kontakt, der sie bei Bestellungen und Produktfragen optimal berät.” Die Servicerufnummer sieht er zudem als ideales Instrument zur Kundenbindung.

Integration Online und Offline

Im Hinblick auf das Marketing bringen die Glasprofis Online und Offline zusammen: „Gutscheine können in unseren Filialen oder im Internet eingelöst werden, Gewinnspiele beziehen die Stores genauso ein wie den Webauftritt”, nennt Möhring als Beispiel.

Während Leonardo Onlinewerbemittel wie Newsletter, Anzeigen wie AdWords sowiedie Suchmaschinenoptimierung nutzt, hat das Unternehmen von dem Vermittlergeschäft Affiliate-Marketing bislang lieber die Finger gelassen: „Wir wollen den Überblick über unsere Online-Marketingaktivitäten behalten. Dafür suchen wir lieber Kooperationspartner, deren Zielgruppen oder Markenausrichtung zu uns passen.”

Internet-Auftritt beflügelt stationäres Geschäft

Die Markenpflege im Internet komme auch dem stationären Handel zugute, meint Möhring: „Die Verbesserung der Qualität unserer Produktinformationen im Internet generiert eine zielgerichtete, konkrete Produktnachfrage auch im stationären Handel. Laut Studien kann dies bis zu 9 Prozent des stationären Umsatzes ausmachen.”

Das Fazit nach einem Jahr Web-shop fällt bei Leonardo also positiv aus: „Es entstehen Erfahrungswerte für viele Unternehmensbereiche wie Vertrieb, Marketing, Logistik und Qualitätsmanagement, die wir uns für unser Kerngeschäft nutzen”, berichtet Möhring.

Der Webshop sei der direkte Kontakt zu den Konsumenten: „Dadurch werden wir in Zukunft noch sehr viel von ihnen lernen können. Der Shop ist für uns ein wichtiger Marketing- und Vertriebsbaustein.”

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Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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