Google spaltet sich auf

Google spaltet sich auf

Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin ziehen Konsequenzen aus der Geschäftsentwicklung des Suchmaschinen-Konzerns: Sie gründen Alphabet Inc., eine Holding, unter deren Dach künftig die einzelnen Tochterfirmen versammelt sein werden.

MSMarion SchalkRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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"Unser Unternehmen funktioniert gut, aber wir glauben, dass wir es noch klarer strukturiert und noch verlässlicher aufstellen können", begründet Page die Umwälzung in einem Blog mit der Überschrift "G wie Google", in dem er die Aufspaltung erklärt. "Also schaffen wir ein neues Unternehmen."
 
Page tritt als Vorstandsvorsitzender von Google zurück und übernimmt gemeinsam mit Brin den Chefposten der neuen Dachgesellschaft Alphabet.

Sundar Pichai neuer Geschäftsführer

Google selbst verschlankt sich und wird eine von mehreren diversen Tochterfirmen und dem Dach von Alphabet. Das Suchmaschinengeschäft, die Video-Plattform Youtube, das Mobil-System Android, das Kartengeschäft, die Apps des Konzerns und die technische Infrastruktur bleiben bei Google. Page und Brin übergeben die Führung von Google an Sundar Pichai, der bisher als rechte Hand von Page agierte. "Es ist Zeit für Sundar, CEO zu werden", schreibt Larry Page in dem Blog. Das Kerngeschäft steht derzeit für den gesamten Umsatz der Holding.

Riskante Projekte und Start-ups, die viel Geld verschlingen und deren Ausgang ungewiss ist, werden in eigene Gesellschaften ausgegliedert. Darunter fallen zum Beispiel das Biotech-Labor "Calico", "Life Sciences", die an einer Kontaktlinse für Diabetiker arbeiten, die Heimvernetzung Nest und das Innovationslabor "Google X", in dem an Projekten wie der Google-Brille oder dem selbstfahrenen Auto "Projekt Loon" gearbeitet wird. Jedes Unternehmen soll einen eigenen "starken" CEO (Geschäftsführer) und eigenes Budget bekommen, schreibt Page.

Neue Struktur sorgt für klare Verhältnisse

Google-Investoren hatten bereits seit längerem kritisiert, dass die Kosten für die "Moonshots" weit höher kletterten als der Umsatz des Unternehmens. Die Trennung verspricht nun eine bessere Kontrolle der einzelnen Aktivitäten. Zugleich bekommen Page und Brin mehr Freiraum. Als CEOs von Alphabet könnten sie sich nun noch stärker auf die Innovationen konzentrieren als bisher, schreibt Page. Ein weiterer Effekt: Investoren können ihr Geld gezielter in einzelne Projekte anlegen, an deren Erfolg sie glauben. In diversen Onlineforen und Social-Media-Kanälen wird bereits diskutiert, ob der Konzern durch die Aufspaltung auch steuerlich profitieren könnte.

Wann der Umbau startet, ist noch unklar. Einige Medien berichten, noch in diesem Jahr solle es losgehen.

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Geschrieben vonMarion Schalk

Redakteurin

Marion Schalk, 37, ist Redakteurin bei Der Handel und etailment.de. Sie schreibt hauptsächlich über den Handel und das liebe Geld: Finanzierung, Payment, Geldanlage, Investionen, Unternehmensnachfolge. Regelmäßig berichtet sie auch über große und kleine Handelsunternehmen und deren Weg in die digitale Zukunft. Als leidenschaftliche Online-Shopperin kennt sie die kleinen und großen Fallstricke von Multi- oder Omnichannel-Konzepten - und weiß um den wichtigsten Aspekt: Der Kunde! Marion Schalk kam von WSJ.de: als Mitglied des Gründungsteams das digitale Wall Street Journal Deutschland auf den Weg gebracht. Davor war sie Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion von T-Online, in den Anfangsjahren ihres Berufslebens arbeitete sie als PR-Beraterin bei Publicis und in der Pressestelle von T-Online International. Sie studierte Politikwissenschaft und Germanistik und schloss ihr Master Degree mit Auszeichnung ab. Sie finden die Autorin bei Twitter unter dem Namen @mschlk, bei LinkedIn und Xing. Telefon Nr. +069 7595 1695 E-Mail: schalk@derhandel.de

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