
Wenn Kundenmails zum Trainingsfutter werden
Googles Kauf von Airline-Mails zeigt: Servicekommunikation hat KI-Wert. Händler sollten vor jeder Weitergabe Zweckbindung, Löschfristen und Vertrauen prüfen.
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Googles Kauf von Airline-Mails zeigt: Servicekommunikation hat KI-Wert. Händler sollten vor jeder Weitergabe Zweckbindung, Löschfristen und Vertrauen prüfen.

Google will es den Nutzern überlassen, ob sie ihre KI-generierten Bilder und Videos mit dem Sparkle-Symbol sichtbar kennzeichnen, berichtet Engadget.com. Zunächst betreffe dies Nano Banana, Omni und Lyria; Gemini und der Videoeditor Flow sollen später folgen. Erhalten blieben das nicht sichtbare SynthID-Wasserzeichen und die C2PA-Metadaten. Anwender in Ländern, deren Gesetze eine sichtbare Kennzeichnung verlangen, blieben ausgenommen. Dies gelte beispielsweise für die EU und Südkorea.

Der neue Energiesparmodus zeigt: Wer Filialdaten in Maps vernachlässigt, verliert Kunden genau im Moment der Kaufabsicht.

In den USA können Android-Nutzer mit „Aptoide Games“ jetzt über den Google Play Store einen eigenständigen Drittanbieter-Store laden, berichtet ITMagazine.ch. Vorausgegangen sei ein jahrelanger Rechtsstreit mit Epic Games. Da der Play-Store-Schutz nicht mehr greife, setze Aptoide auf eigene Malware-Scans. Das Angebot gelte vorerst nur für die Staaten; Europäer blieben auf das riskantere APK-Sideloading angewiesen. Ein globales Programm für alternative Stores stehe noch aus.

Googles neue Agenten versprechen weniger Dashboard-Arbeit. Händler sollten jetzt Rechte, Budgets, Datenqualität und Attribution regeln.

Eine Sammelklage über fünf Mrd. Pfund gegen Google darf vor die RIchter, wie das britische Wettbewerbsgericht laut Channelx.world entschied. Google habe seine Marktmacht bei der Suche missbraucht, um die Werbepreise für rund 900.000 britische Firmen hochzutreiben, so der Vorwurf. Betroffene Unternehmen müssten sich der Klage nicht eigens anschließen, sondern seien automatisch dabei. Google habe vergeblich versucht, diesen Verfahrensweg zu verhindern.

Eine US-Sammelklage wirft Google vor, sensible Nutzerdaten über seine Werbetechnologie an chinesische Firmen wie Temu und Baidu weitergereicht zu haben, meldet Retail-News.de. Beim Website-Besuch seien IP-Adressen, Gerätekennungen und technische Informationen erfasst worden und das ohne ausreichende Zustimmung. Die Kläger fordern Schadensersatz, Gewinnabschöpfung und Unterlassung – und setzen ein Geschäftsmodell unter Druck, das vom Datenhunger lebt.

Der Handelsverband Deutschland begrüßt die EU-Entscheidung zur Google-Untersuchung im Rahmen des Digital Markets Act. Nach mehr als zwei Jahren Ermittlungen schaffe sie endlich Rechtsklarheit. Zugleich fordere der HDE aber, die Debatte an der KI-Ära auszurichten: KI-gestützte Antworten prägten die Produktsuche zunehmend, während klassische Ergebnislisten an Bedeutung verlören. Mit Agentic Commerce und autonomen Agenten entstünden bereits neue Handelsformen. Künftig zählten diskriminierungsfreier Datenzugang, interoperable Systeme und faire Schnittstellen.

Nach der EU-Strafe von 890 Mio. Euro gegen Google wollen Konkurrenten Schadensersatz von bis zu 10 Mrd. Dollar erstreiten, meldet Haendlerbund.de. In mehreren EU-Ländern drängten Rivalen vor die Gerichte. Ansprüche könnten sogar Zeiträume vor dem DMA umfassen; Idealo beispielsweise erstritt bereits 465 Mio. Euro. Alphabets Strafen hätten sich in neun Jahren auf 10,36 Mrd. Euro summiert.

Googles KI-Überblick erscheint inzwischen in 43 Prozent aller Suchen, nachdem es vor einem Jahr noch 15 Prozent waren, berichtet Golem.de. Google sei somit weniger Wegweiser als Zieladresse: Die Antworten kämen direkt aus den indexierten Seiten. Die Besuche im dialogbasierten AI Mode hätten sich von 126 auf 279 Mio. mehr als verdoppelt. Allerdings büßten Publisher Weiterleitungstraffic ein, weil diese KI-Zitate selten zu Klicks führten.

Alphabet steigerte den Quartalsumsatz um 24 Prozent auf 119,8 Mrd. Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 116,9 Mrd. Dollar, meldet Heise.de. Es sei das zwölfte Quartal in Folge mit zweistelligem Wachstum. Besonders kräftig zog die Cloud-Sparte mit einem Plus von 82 Prozent auf 24,8 Mrd. Dollar an. Die Google-Suche legte um 17 Prozent zu, Youtube-Anzeigen um 13 Prozent. Zugleich hob der Konzern sein Investitionsbudget von geplanten maximal 190 auf 195 bis 205 Mrd. Dollar an.