
Google will miese Händler abstrafen
Das ist eine Drohung mit Gewicht: Mit einem neuen Algorithmus-Update will der Suchmaschinen-Riese Google Webshops im Ranking abwerten, die bei den Kunden durchfallen und kein brauchbares Einkaufserlebnis bieten. Dabei dürften unter anderem Bewertungen der Shops eine Rolle spielen.
"We have a potential launch later this year, maybe a little bit sooner, looking at the quality of merchants and whether we can do a better job on that, because we don't want low quality experience merchants to be ranking in the search results", kündigte Matt Cuts, Kopf von Google's Anti-Webspam-Team auf dem SXSW-Festival in Texas an.
Treffen dürfte dies nicht nur Shops mit kruden SEO-Maßnahmen und perfidem Linkaufbau, sondern auch jene, die auf Portalen oder auch via Google+ schlechte Noten bekommen. Dabei wird es nicht bleiben.
"We are trying to ask ourselves, are there other signals that we can use to spot whether someone is not a great merchant, and if we can find those, and we think that they are not all that spammable, then we’re more than happy to use those", sagte Matt Cutts dem Blog Searchengineland.
Womöglich will Google damit aber seinem Trusted Shops-Programm zu mehr Relevanz verhelfen. Das Gütesiegel bewertet gerade auch das Fulfillment, Versandgeschwindigkeit, Service. Mit dem Dreiklang aus kostenpflichtiger Produktsuche, Trusted-Shop-Siegel und neuem Algorithmus dürfte Google seine Bedeutung für die Retailer jedenfalls weiter zementieren.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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