
Große Preisunterschiede, Schwächen bei der Kompetenz
Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat die Shops der zehn größten Tankstellenketten analysiert. Die Ergebnisse überraschen.
David WöllensteinRedakteurDafür zahlt der Kunde entsprechend mehr: Beim Preisvergleich landete Aral nur auf dem vorletzten Platz.
Große Preisunterschiede
Die Preisunterschiede in den Shops waren zum Teil erheblich. Beispiel: Die Tasse Kaffee und ein belegtes Brötchen gab es bei Avia für durchschnittlich 2,38 Euro, OMV verlangte 3,58 Euro.
Beim Autozubehör hatte Agip mit 18,40 Euro für ein Abschleppseil und einen Reservekanister das günstigste Angebot, während diese Produkte bei Shell im Durchschnitt 24,96 Euro kosteten.
„Insgesamt zeigte sich, dass kein Unternehmen bei Service und Preis gleichzeitig Top-Leistungen bietet”, kommentiert Institut-Chefin Bianca Möller.
Fehlendes Know-how der Mitarbeiter
Die größten Schwächen der Branche seien die geringe Produktvielfalt und die fehlende Kompetenz des Personals, sagte Möller.
So war ein Drittel der Mitarbeiter bei der Beratung zu Themen wie Straßenkarten oder Reinigungsmitteln überfordert.
Fehlendes Know-how wurde offenbar, als Fragen nach der Beimischung von Bio-Sprit oder die Gründe für das Handyverbot an der Zapfsäule gestellt wurden.
Die Aussagen zum Handyverbot variierten zwischen „Explosionsgefahr” und der „Beeinflussung des Zählwerks der Zapfsäule”. Und viele Mitarbeiter gaben offen zu, nichts über die Beimischung von Bio-Sprit zu wissen.
Insgesamt fanden 120 Filialtests statt.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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