
Großhandelspreise im Aufwärtstrend
Die Preise im deutschen Großhandel steigen wieder, meldet das Statistische Bundesamt. Das könnte sich schon bald auf die Endverkaufspreise im Einzelhandel auswirken.
Thomas RehmRedakteurIndikator für die Teuerungsrate
Da die Großhandelspreise über den Einzelhandel häufig an die Verbraucher weitergegeben werden, gelten sie als ein Indikator für die weitere Entwicklung der Inflation. Die jährliche Teuerungsrate für die Verbraucher betrug im Januar 0,8 Prozent.
Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen verteuerten sich die gehandelten Güter im Vorjahresvergleich mit plus 15,5 Prozent deutlich. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise um 3,9 Prozent.
Auch in der Landwirtschaft und im Nahrungsmittelsektor zogen die Preise im Januar im Vergleich zum Vormonat an: Getreide, Saaten und Futtermittel waren 2,5 Prozent teurer, Obst, Gemüse und Kartoffeln kosteten 4,8 Prozent mehr. Die Preise für Milch und Milcherzeugnisse, Eier, Speiseöle und Nahrungsfette stiegen um 0,8 Prozent.
2009 waren die Umsätze im deutschen Großhandel erstmals seit sieben Jahren zurückgegangen. Im laufenden Jahr erwartet der Bundesverband des Groß- und Außenhandels allerdings ein Umsatzplus von rund 5 Prozent.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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