
Groupon: Der Chef bleibt, die Aktie fällt
Beim Gutschein-Portal Groupon wird Mitgründer Andrew Mason trotz zuletzt enttäuschender Geschäftszahlen vorerst als Chef weitermachen. Dem Aktienkurs hat das nicht gut getan.
Björn BöerChefredakteurDie Aktie, die rund 80 Prozent weniger wert ist als zum Börsenstart vor gut einem Jahr, legte nach den Gerüchten etwas zu. Als bekannt wurde, dass Mason bleibt, verlor sie nachbörslich fast 4 Prozent.
Groupon steckt in den roten Zahlen fest
Über Groupon werden Rabattcoupons für Restaurants oder Dienstleister angeboten. Die 2008 gegründete Firma legte einst ein explosives Wachstum hin, das sich jedoch zuletzt drastisch verlangsamt hat. Zudem kommt Groupon nicht aus den roten Zahlen heraus.
Dem "Wall Street Journal" zufolge gibt es Risse im Verhältnis der drei Gründer Mason, Eric Lefkofsky und Brad Keywell, die alle im Verwaltungsrat sitzen. Unter anderem Lefkofsky sei frustriert über die Entwicklung der Aktie.
Erfolg blieb bislang aus
Mason sagte diese Woche bei einem Auftritt in New York nach Bekanntwerden der Gerüchte, er wolle sich nicht zurückziehen: "Wenn ich jemals denken würde, ich sei nicht der richtige für den Job, würde ich mich als erster feuern."
Schon seit einiger Zeit hegen die Anleger Zweifel, ob das Geschäftsmodell überhaupt auf Dauer funktioniert. Groupon lebt von einer Kommission auf die Gutscheine. Die Versuche, das Geschäft über die Rabattcoupons hinaus auszuweiten, waren bisher nur mäßig erfolgreich.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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