
Händler in Gera sind am rabattfreudigsten
65 Prozent der Geschäfte in Gera bieten regelmäßig reduzierte Ware an. Das ergab eine Befragung durch das Internetportal Preisvergleich.de, das der ostthüringischen Stadt den "Schnäppchen-Award" verlieh. Rabattmuffel sind offenbar die Einzelhändler in Hamm in Westfalen.
Erotikhändler sind am freigiebigsten
Unterschiede im Rabattgebaren zeigten sich nicht nur im Städte-, sondern auch im Branchenvergleich. Am meisten sparen Kunden demzufolge bei Händlern der Erotikbranche: 60 Prozent der Händler geben hier Preisnachlässe, gefolgt von den Camping- und Outdoor-Ausrüstern (51 Prozent) und Anbietern von Kindermode (47 Prozent).
Im Mittelfeld bewegen sich die Branchen Fotografie (39 Prozent), CD und Schallplatten (37 Prozent), Parfümwaren (36 Prozent), Mode (35 Prozent) sowie der Elektronikhandel (32 Prozent).
Als am wenigsten entgegenkommend erwiesen sich die EDV-Händler. Nur 20 Prozent sind bereit, Preisnachlässe zu geben. Nur etwas mehr sind es im Einzelhandel mit Haus- und Küchengeräten (26 Prozent) sowie Glas und Porzellan (28 Prozent).
Aktionsrabatt ist am beliebtesten
Die wichtigste Rabattvariante im deutschen Einzelhandel ist und bleibt der Aktionsrabatt anlässlich des Saisonendes oder bestimmter Ereignisse wie Geschäftsjubiläen. Jeder fünfte Händler (19,8 Prozent) nutzt dieses Instrument.
Dass sie Rabatte auf Nachfrage des Kunden gewähren, gaben 16,8 Prozent der befragten Einzelhändler an. Der Verhandlungsrabatt liegt damit zwar auf Platz zwei in der Liste der Rabattformen, wird aber hierzulande im Vergleich mit anderen Ländern weiter nur zögerlich genutzt, so Preisvergleich.de. Generell gilt die Regel: Je höher der Kaufwert, desto höher sind die Chancen des Kunden auf einen Rabatt.
Drittwichtigste Rabattform ist mittlerweile die Kundenkarte, durch die der Inhaber auch bei immer mehr regionalen Geschäften Prozente beim Einkauf spart. 13 Prozent aller befragten Händler verfügen über ein solches Kundenbindungsinstrument.
Die komplette Studie von Preisvergleich.de kann hier heruntergeladen werden.
Redakteurin
Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.
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