
Händler reagieren auf höhere Energiekosten
Eine Studie des EHI Retail Institute zeigt, wie Händler mit den gestiegenen Stromkosten umgehen - und wo im Laden Energie gespart werden kann.
David WöllensteinRedakteurGrund für die Zurückhaltung ist vor allem der Preis, hat das EHI festgestellt. Außerdem sind viele Händler verunsichert, weil es keine Standards für die Leuchtmittel gibt. Insgesamt wird erwartet, dass der flächendeckende Einsatz von LED in etwa zwei Jahren realisierbar wird.
Verschiedene Wege zum Energiesparen
Bereits 87 Prozent der befragten Händler verfügen laut EHI entweder schon über automatisierte Filialen oder planen diese. Alle gebäudetechnischen Gewerke wie Beleuchtung und Klimatisierung werden dabei zentral und automatisch gesteuert, so dass Mitarbeiter vor Ort keinen Zugriff haben. Dadurch werden Bedienfehler vermieden und Energieeinsparungen erwartet.
58 Prozent der befragten Unternehmen verzichten auf offene Türen und setzen Automatik- oder Drehtüren ein. Allerdings sind vor allem im Textilhandel trotz des erhöhten Energieverbrauchs offene Eingangstüren ein nach wie vor ein bedeutendes Verkaufsargument.
Abdeckungen sind bei Tiefkühlung längst Standard, 40 Prozent der befragten Händler wollen auch die Normalkühlung bei Neu- oder Umbauten abdecken. Befürchtungen, dies könnte den Umsatz reduzieren, haben sich nicht erwiesen, zeigt die EHI-Studie. Als Vorteile der Abdeckung der Normalkühlung werden neben der Energieeinsparung auch eine positivere Wahrnehmung des Unternehmens durch den Kunden genannt.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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