Händler setzen im Weihnachtsgeschäft auf Cross-Channel

Händler setzen im Weihnachtsgeschäft auf Cross-Channel

Das stationäre Weihnachtsgeschäft 2013 hat bereits begonnen. Onlinekunden kaufen dagegen später fürs Fest ein. Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Zu den relevanten Kategorien zählen danach neben Hartwaren, Textilien und Accessoires, die Sortimentsbereiche Elektro und Kommunikation, Sportausrüstung, Verlagserzeugnis, Spielwaren und allgemeine Geschenke des stationären und des Distanzhandels. Ein Gesamtumsatz von 52,8 Milliarden Euro kann in diesem Sortimenten in den letzten beiden Monaten des Jahres laut dem vom IIHD verföffentlichten erwartet werden.

Auch für 2013 wird eine ungebrochene Dynamik des Online- und Cross-Channel-Handels erwartet. Dabei wird insbesondere die steigende Bedeutung mobiler Endgeräte das Weihnachtsgeschäft bestimmen.

Händler bauen ihr Cross-Channel-Angebot aus

Die Zahl der Online-Weihnachtsshopper ist von 22 Millionen im Jahr 2010 auf 25 Millionen Shopper im Jahr 2012 gestiegen. "Der wesentliche Kerntreiber ist dabei der Ausbau von Cross-Channel-Angeboten der stationären Händler", urteilt Jörg Funder, Professor für Strategisches Management & Unternehmensführung im Handel an der Fachhochschule Worms. "Kunden nutzen vor allem aus Bequemlichkeit Online-Kanäle für ihren Weihnachtseinkauf. Die Lieferung der Einkäufe nach Hause, das Vermeiden von Warteschlangen oder als unzureichend empfundene Öffnungszeiten haben eine hohe Bedeutung bei der Kanalwahl", sagt der Wissenschaftler.

Diese Kriterien können stationäre Händler laut Funder in geschickt formulierten Cross-Channel- Strategien für sich nutzen und so ihre spezifischen Stärken - schnelle Verfügbarkeit, Beratung und Einkaufsatmosphäre - mit der Bequemlichkeit des Online-Einkaufs verbinden.

Online-Kunden kaufen später

Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft zeichne sich die Tendenz ab, dass die Umsätze vorgezogen und bereits in den ersten Novemberwochen realisiert werden. Bei den Online-Geschenke-Käufern handelt es sich hingegen eher um die Nachzügler.

Mehr als 60 Prozent aller Weihnachtsgeschenke-Onlinekäufer bestellt erst zwei Wochen oder noch kürzer vor Weihnachten (Quelle: Statista, ECC). Das zeigte auch die Erfahrung aus dem  Weihnachtsgeschäft 2012, in dem die vierte Adventswoche und die Tage unmittelbar vor dem Weihnachtsfest zu den Umsatzstärksten der Onlinehändler zählten.

Der Erfolg der reinen Onlinehändler wird sich an deren Fähigkeiten zur Expresslieferung entscheiden. Dies ergab auch die Ergebnisse einer Studie des Händlerbunds. Zwar erwarten knapp 60 Prozent der sogenannten Online Pure-Player steigende Umsätze, fürchten jedoch Lieferengpässe, erhöhte Retouren und eine Zunahme der Betrugsversuche.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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