Handel will weniger investieren

Handel will weniger investieren

Die Volkswirte überschlagen sich mit positiven Prognosen für das kommende Jahr. Doch die Unternehmer sind verhalten. Mehrere Faktoren verhageln die Zuversicht – auf hohem Niveau.

MSMarion SchalkRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Handel will weniger investieren

Deshalb fallen laut Studie die Investitionsabsichten etwas verhaltener aus als im Frühjahr. Dennoch wollen nahezu 78 Prozent der befragten Mittelständler in den nächsten sechs Monaten in ihre Unternehmen investieren. Das ist immer noch deutlich mehr als der langjährige Durchschnitt. Jedoch soll das Geld weniger in den Ausbau, sondern in den Erhalt der Substanz fließen. Zudem wollen die meisten Unternehmen weiter Personal einstellen: In den kommenden sechs Monaten plant jeder fünfte befragte Mittelständler die Aufstockung seines Personals.

Die umfangreichsten Investitionen planen neben dem Ernährungsgewerbe besonders die Chemieunternehmen, von denen fast 90 Prozent im nächsten halben Jahr investieren wollen. Rückläufig ist die Investitionsneigung dagegen u.a. in der Landwirtschaft, im Handel, im Bau und im Dienstleistungsgewerbe.

Eigenkapitalquote auf Rekordniveau

Trotz der nachlassenden Euphorie: Weiterhin sind die Eigenkapitalquoten nach der letzten Erhebung erneut gestiegen und erreichen laut DZ Bank ein Rekordniveau von durchschnittlich 26,6 Prozent im gesamten Mittelstand. Im laufenden Geschäft haben auch die wenigsten Unternehmer etwas zu beklagen: 84 Prozent der über 1.300 befragten Firmen schätzen ihre aktuelle Geschäftslage mit sehr gut oder gut ein, was immer noch weit über dem langjährigen Durchschnittswert liegt.

Die Daten für die VR Mittelstandsumfrage wurden in der Zeit vom 14. September bis 27. Oktober 2015 im Rahmen einer telefonischen Umfrage erhoben. Die Stichprobe von 1.307 Unternehmen ist repräsentativ; befragt wurden Inhaber und Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen in Deutschland.

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Geschrieben vonMarion Schalk

Redakteurin

Marion Schalk, 37, ist Redakteurin bei Der Handel und etailment.de. Sie schreibt hauptsächlich über den Handel und das liebe Geld: Finanzierung, Payment, Geldanlage, Investionen, Unternehmensnachfolge. Regelmäßig berichtet sie auch über große und kleine Handelsunternehmen und deren Weg in die digitale Zukunft. Als leidenschaftliche Online-Shopperin kennt sie die kleinen und großen Fallstricke von Multi- oder Omnichannel-Konzepten - und weiß um den wichtigsten Aspekt: Der Kunde! Marion Schalk kam von WSJ.de: als Mitglied des Gründungsteams das digitale Wall Street Journal Deutschland auf den Weg gebracht. Davor war sie Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion von T-Online, in den Anfangsjahren ihres Berufslebens arbeitete sie als PR-Beraterin bei Publicis und in der Pressestelle von T-Online International. Sie studierte Politikwissenschaft und Germanistik und schloss ihr Master Degree mit Auszeichnung ab. Sie finden die Autorin bei Twitter unter dem Namen @mschlk, bei LinkedIn und Xing. Telefon Nr. +069 7595 1695 E-Mail: schalk@derhandel.de

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