Jöris betonte, nötig sei eine neue Definition der Berufe und entsprechende Eingruppierung. Der Verband wolle sich von der bisherige Einteilung in Angestellte und gewerbliche Arbeitnehmer verabschieden. Es gehe nicht darum, am Volumen der Löhne und Gehälter etwas zu ändern.
Verdi sieht "Generalangriff auf die Tarifverträge"
Verdi-Sprecherin Christiane Scheller sagte: "Wir sehen das als einen Generalangriff auf die Tarifverträge. Damit wird der Verdrängungswettbewerb im Einzelhandel weiter angeheizt." In einer Presseerklärung formuliert die Gewerkschaft noch schärfer: "Die Konzerne verschärfen den Vernichtungswettbewerb im Handel auf dem Rücken der Beschäftigten".
Dagegen nennt der Arbeitgeberverband HDE als Ziel der Neuverhandlung, Tarifverträge für die Unternehmen attraktiver zu machen, so dass künftig wieder mehr Beschäftigte nach Tarif bezahlt werden. Nach Untersuchungen treffe das auf die Hälfte der Beschäftigten zu. Ein weiteres Viertel arbeite in Unternehmen, die die Regeln des Tarifvertrags oder große Teile davon im Arbeitsvertrag vereinbaren.
Seit den 90er Jahren bemühen sich beide Tarifparteien im Rahmen des Projekts "Innovative Tarifpolitik" um eine einvernehmliche Lösung. Nach HDE-Angaben sei Verdi im vergangenen Sommer nach zehn Jahren aus einer gemeinsamen Arbeitsgruppe ausgestiegen

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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