
Haniel will durch Zukäufe wieder wachsen
Der Mischkonzern Haniel hat im vergangenen Jahr einen Umsatz- und Ergebniseinbruch verbucht. Für 2010 ist der neue Chef "vorsichtig optimistisch" und sucht nach neuen Geschäftsfeldern.
Thomas RehmRedakteurÜber einen Abbau der Metro-Beteiligung werde derzeit jedoch nicht nachgedacht, sagte Kluge. Haniel ist derzeit mit einem Anteil von rund 34 Prozent größter Einzelaktionär des Düsseldorfer Handelsriesen. Kluge hatte den Vorstandsvorsitz bei Haniel zum Jahreswechsel von Metro-Chef Eckhard Cordes übernommen.
Vorsichtig optimistisch für 2010
Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2009 hatte Haniel noch einen deutlichen Ergebniseinbruch hinnehmen müssen. Für das laufende Geschäftsjahr 2010 zeigte sich Kluge jedoch "vorsichtig optimistisch".
Im zurückliegenden Jahr war das operative Ergebnis um 47 Prozent auf 289 Millionen Euro zurückgegangen. Das Ergebnis nach Steuern sank sogar um 87 Prozent auf 17 Millionen Euro. Der Ertrag aus der Metro-Beteiligung ging um 33 Prozent auf 105 Millionen Euro zurück. Beim Konzernumsatz musste das Unternehmen ein Minus um fünf Prozent auf 24,5 Milliarden Euro verbuchen.
Ergebnisrückgänge von über 50 Prozent
Beim Pharmagroßhändler Celesio, dem mit großen Abstand wichtigsten Geschäftsfeld, musste Haniel einen vergleichsweise moderaten Rückgang des operativen Ergebnisses um 17 Prozent auf 223 Millionen Euro verzeichnen.
Deutlich schlechter lief das Geschäft bei den anderen Beteiligungen CWS-Boco (Waschraumhygiene und Mietkleidung), ELG (Edelstahlrecycling) und Takkt (Büroartikel), bei denen Haniel jeweils Rückgänge beim operativen Ergebnis von deutlich mehr als 50 Prozent hinnehmen musste.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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