
HDE kämpft für EC-Lastschrift
Der Handelsverband HDE setzt sich vehement für den Erhalt des elektronischen Lastschriftverfahrens ein. Andernfalls drohten dem Einzelhandel Zusatzkosten in Millionenhöhe.
Björn BöerChefredakteurDas bestehende Verfahren werde nicht von den Banken betrieben und sei für sie daher unrentabel, sagte der HDE-Chef: "Deshalb versuchen die Kreditinstitute, das herkömmliche Lastschriftverfahren zu unterbinden."
120 bis 140 Millionen Euro an Zusatzkosten
Laut HDE müssten Handelsunternehmen beim Wegfall des Lastschriftverfahrens mit jährlichen Mehrkosten von 120 bis 140 Millionen Euro rechnen, da sie auf das kostenintensivere EC-Cash (EC-Karte plus Pin) umstellen müssten. Hier muss der Händler für jede Transaktion 0,3 Prozent des Einkaufswerts, mindestens aber acht Cent, an die Bank abführen.
Der Anteil des EC-Lastschriftverfahrens am Einzelhandelsumsatz (ohne Kfz, Mineralöl, Apotheken, Versandhandel) stieg 2009 leicht um 0,2 Prozent auf 12,2 Prozent an. Das zeigt eine neue Studie des EHI Retail Institute.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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