Das Bundesarbeitsgericht hatte es der Gewerkschaft Verdi erlaubt, in Tarifauseinandersetzungen so genannte Flashmobs zu organisieren. Der HDE ficht dies nun beim Verfassungsgericht an.
Hausverbot und Ladenschließungen zu Lasten der Kunden
Die Richter des Bundesarbeitsgerichts hatten den Einzelhandelsarbeitgebern geraten, sich gegen solche Aktionen mit der vorübergehenden Schließung des Ladens zu wehren oder den Flashmobbern Hausverbot zu erteilen.
Nach Auffassung des HDE würde dies jedoch erst Recht zu unhaltbaren Zuständen führen: „Leidtragende der Gewerkschaftsaktionen wären die unbeteiligten Kunden“, ist Jöris überzeugt. „Und das Wort ‚Arbeitskampf’ bekäme eine neue unrühmliche Bedeutung, wenn nun nach den Vorstellungen des Bundesarbeitsgerichtes Flashmobber im Laden ihr Unwesen treiben dürfen und notfalls durch Einzelhandelsbeschäftigte mit Gewalt aus dem Geschäft gedrängt werden müssten." Eine solche Rechtsentwicklung wolle und werde der Einzelhandel nicht akzeptieren.
