
Hertie am Ende
Jetzt ist Schluss: Die Gläubigerversammlung der insolventen Warenhauskette Hertie hat das Aus für das Unternehmen beschlossen.
David WöllensteinRedakteurDer Eigentümer der Warenhauskette hat die Schuld am Rückzug der Investorengruppe von sich gewiesen. "Dr. Bähr benutzt uns als Sündenbock für sein Scheitern", sagte ein Vertreter der britischen Eigentümer. "Unsere Mieten sind auf demselben Niveau wie 2004, als (der Hertie-Vorgänger) Karstadt kompakt gegründet wurde."
Schließung im Sommer
"Wir kommen nicht mehr weiter, so traurig das ist", sagte Bähr. In einer kontrovers geführten Diskussion hatte der Insolvenzverwalter zuvor die britischen Hertie-Eigentümer für den Misserfolg bei der Suche nach Lösungsmöglichkeiten verantwortlich gemacht.
Mit der Schließung der Warenhäuser sei nun voraussichtlich im Sommer zu rechnen, sagte ein Unternehmenssprecher. Zuvor müsse noch über einen Sozialplan verhandelt werden.
"Die Beschäftigten sind schockiert", sagte der Hertie- Gesamtbetriebsratsvorsitzende Bernd Horn nach der Entscheidung. Rund 2.600 Mitarbeiter sind betroffen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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