
Hornbach verdient deutlich mehr
Dank Praktiker-Pleite und verbesserter Kostenstrukturen: Der Baumarktbetreiber Hornbach blickt auf ein erstklassiges Geschäftsjahr zurück.
David WöllensteinRedakteurSechs Praktiker-Standorte übernommen
Ebenso wie die Wettbewerber war auch Hornbach Nutznießer der Pleite des Konkurrenten Praktiker: Von den rund 300 Praktiker- und Max Bahr-Baumärkten, die geschlossen wurden, übernahm die Hornbach-Gruppe sechs Standorte: in Kamen, Lüneburg, Saarbrücken, Schwabach, Trier und Ulm. "Wir werden auch weiterhin beständig und mit Augenmaß wachsen", erklärte der Vorstandschef der Holding. Für das laufende Jahr seien bis zu neun Neueröffnungen und Investitionen zwischen 130 und 160 Millionen Euro geplant. Hornbach hat derzeit 143 Filialen, davon 93 in Deutschland.
Der Vorstand erwartet im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzplus im "mittleren einstelligen Prozentbereich" und ein dazu überproportional wachsendes Betriebsergebnis (Ebit). 2013/2014 wuchs das Ebit um zehn Prozent auf 160,4 Millionen Euro. Hornbach profitierte in den vergangenen Monaten auch von dem milden Winter. Bei dem nach eigenen Angaben drittgrößten deutschen Baumarktbetreiber arbeiten mittlerweile mehr als 16.000 Beschäftigte.
Wegen guter Geschäfte will die Kette mit Sitz im pfälzischen Neustadt die Dividende bei der Hornbach Holding AG und bei der Hornbach Baumarkt AG um je rund 20 Prozent erhöhen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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