
Hugo Boss mit starkem Schlussquartal
Das Konzept von Hugo Boss, mehr und mehr als vertikaler Modehändler aufzutreten, zahlt sich auch 2012 aus. Die Ziele des schwäbischen Unternehmens bleiben ehrgeizig.
David WöllensteinRedakteurDamit fällt die Bilanz des Unternehmens besser aus als der Branchentrend.
An seinem Ziel, bis zum Jahr 2015 den Umsatz auf drei Milliarden Euro zu steigern, hält Lahrs fest. "Eine wichtige Entscheidung ist, dass wir unser Geschäftsmodell verändert haben." Lange habe Boss vor allem Partner wie Modehäuser und Einzelhändler beliefert. Diese hätten bis vor kurzem noch 75 Prozent des Umsatzes ausgemacht.
Mittlerweile betreibe Hugo Boss mit Sitz im schwäbischen Metzingen aber weltweit knapp 800 eigene Filialen. "2012 haben wir etwa 50 Prozent unseres Umsatzes mit eigenen Läden und Flächen gemacht", sagte Lahrs. Die Deutschen sind nach Ansicht des Hugo-Boss-Chefs keine Modemuffel mehr: "Den Deutschen nachzusagen, sie seien schlecht gekleidet, ist ignorant."

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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