
IFH: Online-Umsatz steigt auf mehr als 40 Milliarden Euro
Prognosen sind immer schwer, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Die Zahlen des Kölner IFH und des Handelsverbands bezüglich des Wachstums des Onlinehandels sind unterschiedlich.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentDie Zahlen des Handelsverbands Deutschland (HDE) lesen sich etwas anders. Demnach prognostiziert der HDE, dass der Onlinehandelsumsatz in diesem Jahr auf 38,7 Milliarden Euro ansteigen wird - ein Plus von 17 Prozent.
Im Jahr 2013 betrug laut IFH der Anteil des Onlinehandels am gesamten Einzelhandel noch 8,4 Prozent - für 2014 rechnen die Kölner Experten eine Steigerung auf 9,4 Prozent. Ohne Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel und Drogeriewaren läge der Anteil sogar deutlich höher, heißt es. "In den kommenden Jahren werden wir auch weiterhin wachsende Online-Anteile verzeichnen können. Bis 2020 sind 15 Prozent Marktanteil des Onlinehandels am gesamten Einzelhandel anzunehmen", prognostiziert Hansjürgen Heinick, Autor der IFH-Studie
Mode und Elektronik die stärksten Segmente
Auch hier weichen die HDE-Zahlen ab. Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil des Onlinehandels am gesamten Handel von heute rund 9 Prozent (Non-Food 18 Prozent) auf 30 Prozent wachsen.
Die Branchenauswertung der IFH-Studie zeigt: Einzelne Sortimentsbereiche konnten deutliche Zuwächse verzeichnen. So erreicht der Online-Anteil bei Fashion & Accessoires 2013 bereits 18,9 Prozent am gesamten Modemarkt. Daneben verzeichnen die Bereiche Elektronik (19,8 Prozent), Büro & Schreibwaren (18,3 Prozent) und Freizeit & Hobby (18,4 Prozent) ähnlich hohe Online-Marktanteile.
Weniger stark sind online etwa die Bereiche Lebensmittel und Drogeriewaren sowie Heimwerken und Garten.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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