Ein großer türkischer IKEA-Lieferant scheint es mit dem Arbeitsschutz nicht allzu genau zu nehmen - mit ernsten Folgen. Der Möbelhändler will nun öfter Kontrollen durchführen.
Zunächst keine Konsequenzen gefordert
Nach Rundfunkberichten war IKEA über die Probleme beim Arbeitsschutz informiert gewesen, hatte jedoch keine Konsequenzen eingefordert und die Zusammenarbeit mit dem Zulieferer fortgesetzt. So war ein Brief über den Arbeitsunfall von Rafet Coban an IKEA geschickt worden. IKEA hatte den Brief aber erst beantwortet, nachdem man von den Medienberichten Kenntnis bekam.
IKEAs Einkaufsschef für Europa, Kent-Åke Ahlgren, sagte auf Anfrage, IKEA werde die Kontrollen bei dem türkischen Zulieferer intensivieren. „Wir werden häufige Kontrollen machen, und sie sehen natürlich ein: Wenn sie unseren Anforderungen nicht entsprechen können, dann können wir die Zusammenarbeit nicht fortsetzen.“
Bereits im Januar hatte eine norwegische Ethik-Studie das schwedische Möbelhaus kritisiert.
Radio Schweden / wim.
