IKEA-Zulieferer am Pranger

IKEA-Zulieferer am Pranger

Ein großer türkischer IKEA-Lieferant scheint es mit dem Arbeitsschutz nicht allzu genau zu nehmen - mit ernsten Folgen. Der Möbelhändler will nun öfter Kontrollen durchführen.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Frühere Mitarbeiter gaben an, sie seien entlassen worden, nachdem sie auf Missstände aufmerksam gemacht hatten. So berichtete Rafet Coban, einer der Entlassenen: „Der rechte Ärmel meiner Jacke geriet plötzlich in Brand.“ Er habe an einer Maschine arbeiten müssen, ohne vorher ausreichend eingewiesen worden zu sein. Bei dem Brandunglück habe er sich schwere Armverletzungen zugezogen, sei aber zum Weiterarbeiten gezwungen worden.

Zunächst keine Konsequenzen gefordert

Nach Rundfunkberichten war IKEA über die Probleme beim Arbeitsschutz informiert gewesen, hatte jedoch keine Konsequenzen eingefordert und die Zusammenarbeit mit dem Zulieferer fortgesetzt. So war ein Brief über den Arbeitsunfall von Rafet Coban an IKEA geschickt worden. IKEA hatte den Brief aber erst beantwortet, nachdem man von den Medienberichten Kenntnis bekam.

IKEAs Einkaufsschef für Europa, Kent-Åke Ahlgren, sagte auf Anfrage, IKEA werde die Kontrollen bei dem türkischen Zulieferer intensivieren. „Wir werden häufige Kontrollen machen, und sie sehen natürlich ein: Wenn sie unseren Anforderungen nicht entsprechen können, dann können wir die Zusammenarbeit nicht fortsetzen.“

Bereits im Januar hatte eine norwegische Ethik-Studie das schwedische Möbelhaus kritisiert.

Radio Schweden / wim.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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