Immer weniger Übernahmegründer

Immer weniger Übernahmegründer

Jeder sechste Mittelständler sucht Nachfolger für sein Unternehmen. Doch einen geeigneten Kandidaten zu finden, wird immer schwerer.

MSMarion SchalkRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Einen geeigneten Nachfolger zu finden wird jedoch nicht leichter: Die Zahl der Gründer in Deutschland sinkt insgesamt - und mit ihr auch die Zahl derjenigen Gründer, die in Form einer so genannten Übernahmegründung ein bestehendes Unternehmen weiterführen.

Demographie und gute Wirtschaftslage bremsen Übernahmen aus

"Es zeichnet sich immer deutlicher ein demografischer Engpass bei der Nachfolge ab", sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. "Die Alterung erhöht Jahr für Jahr die Zahl der Unternehmen, die zur Übergabe anstehen. Die jüngeren Generationen sind aber zu dünn besetzt, weshalb die Nachfolger fehlen. Vor allem die Babyboomer werden in den kommenden 20 Jahren eine Lücke auf den mittelständischen Chefetagen hinterlassen." Damit meint der Bankmanager geburtenstarke Jahrgänge wie etwa 1966. Die damals Geborenen sind oder werden heute 50 Jahre alt.

Gleichzeitig dämpft die gute Arbeitsmarktlage in Deutschland die Gründungsneigung in Deutschland. Die Zahl der Übernahmegründer, die ein bestehendes Unternehmen fortführen, sinke seit Jahren, sagt Zeuner: "Im Jahr 2002 gab es noch rund 200.000 Übernahmegründer - 2015 waren es nur 62.000". Es gebe deshalb jährlich etwa dreimal so viele übergabebereite Unternehmer wie Übernahmegründer.

Die Unternehmensübergabe sei eine zentrale Herausforderung für den Mittelstand: Werde die Übergabe verschleppt oder scheitere sie, seien Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze in Gefahr, warnt der Volkswirt. Deshalb sollten sich Inhaber kleiner und mittlerer Unternehmen rechtzeitig Gedanken über das Thema Nachfolge machen.

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Geschrieben vonMarion Schalk

Redakteurin

Marion Schalk, 37, ist Redakteurin bei Der Handel und etailment.de. Sie schreibt hauptsächlich über den Handel und das liebe Geld: Finanzierung, Payment, Geldanlage, Investionen, Unternehmensnachfolge. Regelmäßig berichtet sie auch über große und kleine Handelsunternehmen und deren Weg in die digitale Zukunft. Als leidenschaftliche Online-Shopperin kennt sie die kleinen und großen Fallstricke von Multi- oder Omnichannel-Konzepten - und weiß um den wichtigsten Aspekt: Der Kunde! Marion Schalk kam von WSJ.de: als Mitglied des Gründungsteams das digitale Wall Street Journal Deutschland auf den Weg gebracht. Davor war sie Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion von T-Online, in den Anfangsjahren ihres Berufslebens arbeitete sie als PR-Beraterin bei Publicis und in der Pressestelle von T-Online International. Sie studierte Politikwissenschaft und Germanistik und schloss ihr Master Degree mit Auszeichnung ab. Sie finden die Autorin bei Twitter unter dem Namen @mschlk, bei LinkedIn und Xing. Telefon Nr. +069 7595 1695 E-Mail: schalk@derhandel.de

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